Freizeitgelände erhält lauter Bestnoten

Spielplatz „Am Karnweg“ im Test

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Mit energischen Schritten geht die kleine Lotta ihre Aufgabe als Spielplatztesterin für unsere Zeitung an. Ihr Urteil: Unterschiedlich hohe Stufen an den Klettergerüsten mit guten und griffigen Halteseilen sind auf dem Spielplatz „Am Karnweg“ vor allem für kleine Kinder spannend.

Ober-Roden - Das weiß doch jedes Kind: Es gibt spannende und es gibt langweilige Spielplätze. Spielplätze, auf denen Kinder gerne toben oder chillen, und jene, die leer sind. Von Christine Ziesecke 

Und dann gibt es Regionen, wo man froh ist, wenn es überhaupt einen Spielplatz gibt - zu denen gehört Rödermark nicht, denn hier warten 30 Spielplätze auf Kinder. Wir testen in den kommenden Wochen einige von ihnen.

„Wir können unsere Spielplätze aus Haushaltsgründen leider nicht in dem Umfang instand halten und erweitern, wie wir das gern täten, aber wir kontrollieren regelmäßig. Und je nach dem Ergebnis wird gehandelt“, weiß Claus Murmann vom Fachbereich Bauverwaltung und Umwelt um den Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Und Erster Stadtrat Jörg Rotter in Vertretung für den urlaubenden Bürgermeister Roland Kern macht deutlich, dass die Gretchenfrage gerade jetzt bei der Neugestaltung des Spielplatzes neben der früheren Helene-Lange-Schule lautet: Masse oder Klasse bei den Angeboten? „Hier wird man nachschauen: In welchem Umkreis ist was vorhanden? Können wir Spielbereiche zusammenfassen? Nicht jeder Spielplatz wird jede Attraktion bekommen, aber jeder sollte möglichst ein Highlight haben“, sagt Rotter

Highlights - das sind je nach Alter der Kinder die große Vogelnest-Schaukel für ganz Kleine oder zum gemütlichen Hineinkuscheln, normale Schaukeln möglichst für verschiedene Altersgruppen, Rutschen, Sandkasten, Klettergerüste, Aussichtstürme aus Holz mit guten Griffmöglichkeiten und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden am besten kombiniert mit Sand, im besten Fall mit Flaschenzug für Eimer. Ein tolles Extra ist eine Seilbahn, zum absoluten Renner wird die Matschecke mit Wasserpumpe. Die darf nicht zuviel ausspucken, damit nicht gleich die ganze Kleidung bis hin zum Sonnenhut durchweicht, aber doch soviel, dass es sich das Matschen lohnt.

Alle diese Wünsche erfüllt unser erstes Testobjekt, der Spielplatz „Am Karnweg“ in Ober-Roden. Und als Dreingabe gibt’s sogar noch einen lebendigen grünenden Weidentunnel. Um 15 Uhr ist der Platz meist noch menschenleer, kurz danach wird’s voll. Angenehmes Plus: Direkt am Eingang, der durch versetzte Barrieren gesichert ist, befindet sich ein kleiner Parkplatz.  Das soll nicht der Faulheit Vorschub leisten, ist aber mit Kleinkindern im Wickelalter sehr praktisch. Eltern müssen nicht alle Utensilien mit den Spielplatz nehmen, wo die Aufmerksamkeit doch primär den Kindern gelten sollte.

Das Gelände ist vor allem für Kleinkinder geeignet. Die Größeren haben nicht sonderlich viel für sich, doch die Seilbahn am Rande ist immer beliebter Treffpunkt. Doch da spiegelt sich das verhältnismäßig junge Wohngebiet wieder. Hier bauten anfangs überwiegend angehende oder sehr junge Eltern ein Haus. Und der Germania-Sportplatz sowie viel freies Grün sind direkt dahinter gelegen. Der Spielplatz ist von 7 bis 20 Uhr freigegeben - zu den allgemein üblichen Bedingungen wie hunde- und fahrradfrei. Das schönste Argument für diesen Spielplatz war beim Heimfahren die Frage der „Testpersonen“ Emma (knapp 5) und Lotta (knapp 2): „Oma, gehst du bald wieder mit uns hierher?“. Am Karnweg hat die Stadt nicht gerade geklotzt, aber auch nicht gekleckert, und hat für Kinder und deren Familien alles richtig gemacht. Einzig die leider obligate Frage „Du, Oma, ich muss mal… ganz dringend…“ lässt sich dort nicht zufriedenstellend beantworten.

Quelle: op-online.de

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