Rödermark macht wieder beim „Stadtradeln“ mit

Mit Muskelkraft das Klima schützen

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Michael Baumer radelte vorigen Sommer täglich von Urberach zur Arbeit nach Langen.  

Rödermark - Wie viele Rödermärker steigen vom 27.  Juni bis zum 17.  Juli aufs Fahrrad? Wie viele Kilometer legen sie in dieser Zeit zurück? Antwort auf diese Fragen soll das zweite „Stadtradeln“ liefern. Bei der Premiere strampelten 170 Bürger fast 40.000 Kilometer und ersparten der Umwelt 5,7 Tonnen Kohlendioxid.

Rödermark will auch in diesem Sommer wieder für ein besseres Klima in die Pedale treten und beteiligt sich ab 27. Juni zum zweiten Mal am „Stadtradeln“. Das wird vom Klimabündnis, einem kommunalen Netzwerk für Klimaschutz, organisiert. Sein Ziel: beruflich oder privat möglichst viele Fahrradkilometer sammeln. Mitmachen können Einzelpersonen, Vereine, kirchliche Gruppen, Schulklassen oder Arbeitskollegen. Neun Teams mit etwa 50 Radlern haben sich schon beim städtischen Klimaschutzmanager Jochen Bury angemeldet. Zu toppen sind 39 916 Kilometer, 5 748 Kilogramm Kohlendioxid-Ersparnis für die Erdatmosphäre und 170 Teilnehmer.

Das Klima-Bündnis zeichnet zum Schluss der Aktion Deutschlands fahrradaktivste Kommunen und in einer eigenen Wertung auch die Kommunalparlamente aus. Über eine spezielle „Stadtradeln“-App können Smartphone-Nutzer ihre zurückgelegten Kilometer in einen Online-Kalender eintragen. Am Ende winken Sachpreise rund ums Fahrrad. Wer mitstrampeln möchte, findet unter www.stadtradeln.de die notwendigen Informationen und kann sich auch gleich registrieren. Auf dieser Internetseite findet man auch Hinweise zu Veranstaltungen wie einer Solar-Radtour am 13. Juli oder Fahrradtouren, die die Stadt mit dem ADFC Rödermark organisiert. Sollten Fragen auftreten, kann man sich an Jochen Bury wenden: 06074/911-211, E-Mail jochen.bury@roedermark.de.

Autofahrer bilden größtes Ärgernis für Radler

Voriges Jahr ließen auch Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter das Auto drei Wochen lang - so gut es ging - stehen. Kern: „Die Aktion ist eine gute Möglichkeit, die persönliche CO2-Bilanz zu verbessern, etwas für die Umwelt und die eigene Gesundheit zu tun. Und ich bin mir zudem sicher: Diejenigen, die mitmachen, werden erkennen, dass das Fahrrad gerade auf kürzeren Strecken sogar zeitliche Vorteile bietet - ohne lästige Parkplatzsuche.“

„Man bekommt auf dem Fahrrad Dinge mit, die man sonst nicht sieht“, hat Rotter dem „Stadtradeln“ einen ganz praktischen Aspekt abgewonnen: So manche Holperstrecken hat der Bauhof seit vorigem Sommer glatt gebügelt. Auf eine Entschärfung des gefährlichen Radweg-Endes am Urberacher Kino warten Zweiradfahrer aber immer noch. Parallel zum eigentlichen „Stadtradeln“ ruft Rödermark Jugendliche und Kinder auf, sich an den Aktionen „Schulradeln“ - empfohlen ab der fünften Klasse - und „Kindermeilen“ zu beteiligen. Ziel dieser Aktionen ist es, so oft wie möglich auf PS-starke Elterntaxis zu verzichten. Jeder Kilometer, jede Meile zu Fuß, mit dem Rad oder Roller sowie Bus oder Bahn zählt. Auch hier gibt’s Preise mit doppelter Gewinnchance.

Quelle: op-online.de

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