Stadtwerke zufrieden mit Elektrofahrzeug

Alltagstauglicher Stromer

+
Als Serienfahrzeug sind seine Tage gezählt. Der Opel Ampera ist in Deutschland ein Auslaufmodell. Die Stadtwerke bereuen trotzdem nicht, das Elektrofahrzeug geleast zu haben. Die teure Limousine ist praktisch und obendrein sehr komfortabel. Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer (links) und Kundenbetreuer Andreas Ernst sind vom Opel Ampera überzeugt.

Rodgau - Kein Motorgeräusch, keine Vibrationen, kein Schaltruckeln. Wie von einem Gummiband gezogen setzt sich der Opel Ampera fast lautlos in Bewegung. Seit gut einem Jahr ergänzt das Elektroauto den Fuhrpark der Stadtwerke. Die Erfahrungen damit sind überwiegend positiv. Von Bernhard Pelka 

„Immer mehr Kolleginnen und Kollegen schätzen das Auto. Anfangs herrschte zwar einiger Respekt vor der modernen Technik. Das hat sich mit der Zeit aber grundlegend geändert. Der Wagen wird immer mehr genutzt“, freut sich Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer. Der Eigenbetrieb der Stadt Rodgau hatte sich für das E-Mobil aus Rüsselsheim nicht nur aus Imagegründen entschieden. „Das Fahrzeug passt einfach zu unseren Anforderungen. Die meisten Strecken, die wir mit unserer Flotte zurücklegen, betreffen den näheren Umkreis. Da bietet sich ein elektrisch betriebenes Fahrzeug allein aus Umweltgründen an“, erläutert Lindauer die Entscheidung, das Fahrzeug zunächst auf zwei Jahre zu leasen. „Wir wollen es jetzt aber nach Ablauf des Vertrags aber übernehmen.“

Bekommt der Ampera irgendwann Geschwister? „Schon möglich. Wir würden bei Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen für unsere Verwaltung dieses Thema sicher bedenken. Der Ampera hat sich bewährt. Die Alltagstauglichkeit ist gegeben. Wer ihn benutzt, der ist begeistert.“ Das erlebt auch Andreas Ernst Tag für Tag. Der Mitarbeiter des Stadtwerke-Kundenservice betreut die moderne Limousine. „Binnen sechs Stunden ist der Wagen geladen. Das reicht im Sommer für 60 Kilometer rein elektrische Reichweite. Im Winter liegen wir bei etwa 40.“

Zukunft mit Strom: Diese E-Autos gibt's schon

Zukunft mit Strom: Diese E-Autos gibt's schon

Diese Energie liefert eine 16 kw/h fassenden Lithium-Ionen-Batterie. Sollte die Fahrt mal weiter gehen, muss man sich keine Sorgen machen. Sobald das Batterie-Managementsystem einen niedrigen Ladestand erkennt, schaltet sich automatisch ein Benzinmotor dazu und treibt den Stromgenerator an. Der Generator versorgt den Elektromotor weiterhin mit Strom und hält gleichzeitig den Ladezustand der Batterie auf ausreichendem Niveau. Damit sind dann knapp 170 Sachen Spitze möglich. Auch verfügt der Elektro-Opel über ein regeneratives Bremssystem, das beim Bremsen Energie in die Batterie zurückführt. Geladen wird die Batterie an einer herkömmlichen Steckdose. Derzeit überlegen die Stadtwerke, eine zusätzliche Schnellladestation anzuschaffen. Opel möchte den Ampera künftig durch ein kleines und günstiges E-Auto ersetzen.

Quelle: op-online.de

Kommentare