Breitensport mit Superlativen

Teilnehmerrekord beim wumboR-Lauf

+
Sie nahmen den Lauf sehr ernst und legten schon am Start los, als wäre der wilde Watz hinter ihnen her: die Schülerinnen und Schüler der Altersklassen U10 bis U16.

Urberach - So viele wollten beim wumboR-Lauf noch nie mitrennen. 901 Starter bedeuteten am Sonntag Teilnehmerrekord.

Die neunte Auflage des Rödermärker Volkslaufes durch alle seine Stadtteile war eine weit über allen Erwartungen hinaus erfolgreiche Veranstaltung. Rekorde reihten sich aneinander. Zu den 829 Voranmeldungen kamen trotz der unsicheren Wetterverhältnisse kurz vor dem Start noch 175 Nachmeldungen hinzu, so dass sich die Gesamtzahl aller Anmeldungen auf stolze 1004 erhöhte. Insgesamt überquerten schließlich bei den fünf Wettbewerben 901 Teilnehmer die Startlinie - das war Teilnehmerrekord und fast eine Verdoppelung zum Vorjahr. Dieses Ergebnis kam auch dank des Laufcups der Rödermärker Schulen zustande: die Sportkoordinatoren Jutta Groha, Britta Stresow und Stefan Mohr hatten 392 Schüler motiviert, sich für den Lauf zu melden, von denen auch 353 an den Start gingen. „Das kann in der ganzen Region keine Volkslaufveranstaltung vorweisen“, freut sich Siegfried Kupzok, neben Hans Röhrig und Fredi Daum einer der drei Hauptorganisatoren des wumboR-Laufes.

Den Pokal für die teilnehmerstärkste Schule sicherte sich die Trinkbornschule; der Pokal für die Schulklasse mit den meisten Anmeldungen ging in die Klasse 2c der Trinkbornschule. Rekord auch bei der Anzahl der teilnehmenden Nationen: Läufer aus zwölf Ländern von Japan bis Eritrea – darunter auch sieben Asylsuchende, die über das Netzwerk Integration NIR angeworben werden konnten – traten an und machten aus dem 9. wumboR-Lauf eine Veranstaltung mit internationalem Flair. Auch das dürfte in dieser Region bei einem Volkslauf einmalig sein. Doch auch zahlreiche deutsche Teilnehmer von weit her zeugen von der großen Beliebtheit dieser Veranstaltung.

Volkslauf durch Rödermark

Volkslauf durch Rödermark

Der große Erfolg war nur möglich durch den engagierten Einsatz von rund 100 Helfern der ausrichtenden Vereine, durch die gute Kooperation mit der Badehausleitung und dank der guten Arbeit der lokalen Ordnungs- und Sicherheitskräfte sowie des Roten Kreuzes. Der Dank des Veranstalters gilt aber auch den Sponsoren, die eine solche Veranstaltung erst möglich machen. Rekorde gab es bei den gelaufenen Zeiten in zwei Altersklassen über 10 Kilometer und vier Altersklassen beim Halbmarathon – ein Beweis für eine schöne schnelle Laufstrecke. Der Wettergott meinte es gut mit den Ausrichtern und Teilnehmern. Moderator Rudi Zischka und Starter Hermann Fongar (TGMSV Jügesheim) konnten alle Läufer pünktlich auf die Strecken schicken. Über 10km siegte bei den Männern Guiseppe Troia (Gorgio hair) in 36:24 und bei den Frauen Antje Köhler (Kerbverein Ober-Roden) in 47:41. Beim Halbmarathon musste sich der Sieger der letzten beiden Jahre, Lorenz Köhl, nur dem diesmal etwas schnelleren Rolf Cisielski (Teutonia Hausen) beugen, der mit 1:19:27 eine neue Gesamtstreckenbestzeit laufen musste, um zu siegen.

Kim Mess siegt bei den Frauen

Das Feld der Frauen dominierte Kim Mess (SF Blau Gelb Marburg), die mit einer neuen Bestzeit in der AK 40/45 ins 1:35:28 als Erste durchs Ziel ging. Bei den Walkern waren die Schnellsten die Lokalmatadorin Steffi Theis (59:27, MTV Urberach) und Karl-Heinz Britsch (54:21, SKG Sprendlingen). Zeitnahme und Auswertung verliefen problemlos, die Siegerehrung konnte zügig ablaufen, so dass die Veranstaltung um 13 Uhr, nachdem Kuchenbüfett und Bratwurstgrill leer geräumt waren, beendet werden konnte. Das war auch gut so, denn kurz darauf öffnete der Himmel alle Schleusen, Hagel und Wassermassen kamen herunter.

Im kommenden Jahr feiert der wumboR-Lauf sein zehnjähriges Jubiläum und die Ausrichter Hans Röhrig (TS Ober-Roden), Siegfried Kupczok (MTV Urberach) und Fredy Daum (Run4Fun) werden alles tun, um den diesjährigen Erfolg zu wiederholen oder gar zu toppen. „Mut dafür machen uns die positiven Rückmeldungen aus dem Läuferkreis über Laufstrecke und Organisation. Der wumboR-Lauf ist endgültig zu einem Aushängeschild für Rödermark geworden“, freuten sich die erschöpften, aber glücklichen Organisations-Chefs am Sonntagmittag.  

chz

Quelle: op-online.de

Kommentare