Immer einen Tag als Puffer

Urlaubsrezepte von Tourismus-Profi Petra Gotta

Rödermark - Noch zwei Wochen Ferien. Wie gelingt der Urlaub am besten? Redaktionsleiter Bernhard Pelka sprach mit Tourismus-Profi Petra Gotta.

Sie ist seit acht Jahren als Marketingassistentin für die „Arbeitsgemeinschaft Südliches & Östliches Afrika“ (ASA) tätig.

Reichen 14 Tage Urlaub, um sich zu erholen oder müssen es schon drei Wochen sein?

Allgemein sagt man, dass 14 Tage Urlaub nötig sind, um eine optimale Erholung zu gewährleisten, da die Stimmung bis zum 8. Tag ansteigt und dann stagniert. Persönlich denke ich, dass die Länge des Urlaubs alleine nicht entscheidend für den Erholungseffekt ist, sondern auch wie gut ein Mensch abschalten kann. Der eine kann das, indem er am Strand liegt und nichts tut und der andere, indem er neuen Input bekommt, fremde Kulturen und ferne Länder kennen lernt. Jeder muss für sich die optimale Erholung finden.

Wann beginnt für Sie persönlich der Urlaub? Sobald Sie die Reise antreten oder erst nach ein paar Tagen am Urlaubsort?

Für mich beginnt der Urlaub schon mit den Vorbereitungen. Sich über das Urlaubsziel informieren und planen. Die Vorfreude auf den Urlaub empfinde ich schon als entspannend.

Bringt Urlaub zuhause etwas oder schaltet der Mensch nur in der Ferne richtig ab?

Ich denke, auch hier ist jeder Mensch verschieden. Nicht unbedingt die Ferne bringt den Erholungseffekt, sondern dass man etwas anderes tut als im Alltag. Erwiesen ist, dass neuer Input die Kreativität steigert, aber das kann ja auch beim Lesen eines guten Buches der Fall sein. Ob im Urlaub Entspannung, neue Eindrücke oder Herausforderungen im Vordergrund stehen sollten, hängt auch von der jeweiligen Lebenssituation ab. Wichtig ist, dass jeder für sich den richtigen Weg findet.

Nehmen Sie sich Arbeit mit in den Urlaub oder ist davon generell dringend abzuraten?

Ich denke, wir müssen von der Arbeit abschalten, um uns entspannen zu können. Das heißt auch die Gedanken an die Arbeit aus dem Kopf zu verbannen. Vielen fällt das sehr schwer, und in der digitalen Welt hat man ja auch überall mal schnell seine Mails gecheckt. Davon würde ich abraten. Rund um die Uhr erreichbar zu sein, verursacht eher eine innere Unruhe.

Wie packe ich den ersten Arbeitstag nach Urlaubsende am besten?

Für mich ist es wichtig, dass ich nicht am letzten Urlaubstag nach Hause komme, sondern immer noch einen Tag Puffer habe. Dann ist der erste Arbeitstag halb so schlimm.

Sie haben von der Welt schon viel gesehen. Können Sie trotzdem Urlauber verstehen, die immer wieder in denselben Ort fahren?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich denke, es kommt auch hier auf die persönliche Lebenssituation an. Für Kinder ist es sehr schön, wenn sie sich am Urlaubsort vertraut fühlen, Freunde finden und diese vielleicht im nächsten Jahr wiedertreffen. Aber das Spannende am Reisen ist es ja auch, neue Eindrücke zu sammeln, neue Länder, Kulturen oder Städte kennenzulernen. Der eine erholt sich am besten in vertrauter Umgebung und der andere braucht die Abwechslung. Wichtig ist, dass man für sich herausfindet, was das Richtige ist.

Bilder: Die Sommer-Selfies unserer Leser

Quelle: op-online.de

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