Überwachung soll mehr Sicherheit bringen

Videokameras am Bahnhof Urberach

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Wolfgang Schaefer (Bürger für Sicherheit in Rödermark), Dieter Gotta (Bahnhofsmanagement Darmstadt), Artur Singer (Fachbereich Öffentliche Ordnung), Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter erwarten durch die Kameras mehr Sicherheit am Bahnhof Urberach.

Urberach - Sechs Videokameras überwachen jetzt auch den Bahnhof in Urberach. Die Stadt erhofft sich die gleichen positiven Effekte wie in Ober-Roden.

Videokameras an strategisch günstigen Punkten plus gezielter Personaleinsatz – diese Kombination hat die Sicherheitsbedingungen am Bahnhof Ober-Roden in den vergangenen beiden Jahren spürbar verbessert. Nun sind auch in Urberach sechs Kameras installiert worden, die das gesamte Bahnhofsgelände samt der Unterführung aus mehreren Winkeln in den Blick nehmen. Die Videoüberwachung ist Teil einer Sicherheitskooperation von Stadt, Bundespolizei und der DB Station & Service AG Darmstadt. „Überall, wo in der heutigen Zeit solche Anlagen eingesetzt werden, kommt dies der kommunalen Sicherheit zugute“, sagt Erster Stadtrat Jörg Rotter, der für den Fachbereich Öffentliche Ordnung zuständige Dezernent. In der Vergangenheit waren die Rödermärker Bahnhöfe Orte, die bei vielen Leuten ein mulmiges Gefühl hervorgerufen haben, gerade in der dunklen Jahreszeit. Dies hatte vor Jahren auch der Verein „Bürger für Sicherheit in Rödermark“ bei einer Umfrage festgestellt und trotz mancher Skepsis - teilweise sogar bei der Polizei - für die Kameras gekämpft.

Rotter berichtete „von äußerst positiven Erfahrungen“ mit der Videoüberwachung in Ober-Roden: „Weniger Vandalismus, weniger Verunreinigungen, weniger illegale Müllablagerungen, weniger Herumlungern, mehr Sauberkeit!“ Die Kontrolle per Kamera helfe zum einen bei der Aufklärung von Straftaten. „Als mindestens ebenso wichtig erachtet die Stadt die präventive Wirkung und das verbesserte Sicherheitsgefühl der Bürger und S-Bahn Nutzer“, betont Rotter – Stichwort „subjektive Sicherheit“. Schon alleine die Anwesenheit der Kameras könne Straftaten, Pöbeleien oder auch Alkoholexzesse verhindern.

Vorsicht! So werden Sie täglich überwacht

Die Daten der Kameras beider Bahnhöfe laufen im Urberacher Rathaus im Fachbereich Öffentliche Ordnung zusammen. Nur bei einem konkreten Anlass - zum Beispiel, wenn eine Straftat aufgeklärt werden muss - können die Behörden innerhalb von 72 Stunden auf die Aufzeichnungen zugreifen. So lange werden die Aufnahmen gespeichert, danach werden sie gelöscht – so schreibt es der Datenschutz vor.

Sicherheit rund um Bahnhöfe ist eine überaus komplizierte Angelegenheit: Die Stadt überwacht die Bahnhöfe als Gefahrenabwehrbehörde. In ihre Zuständigkeit fallen das Bahnhofsumfeld und der Teil der Bahnanlagen, auf dem tatsächlicher öffentlicher Verkehr stattfindet. Die Bundespolizei ist zuständig für den Schutz der Reisenden und für die Unterführung, die Treppenabgänge und Bahnsteige. Sie überlässt die Videoüberwachung grundsätzlich Mitarbeitern der Stadt, die sie zu Hilfspolizeibeamten der Bundespolizei bestellt hat. Die Bundespolizei hat bei Verdacht einer Straftat somit jederzeit Zugriff auf die aufgezeichneten Daten. (lö)

Quelle: op-online.de

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