Beinahe zu viel des Guten

Viel Kultur, wenig Gäste im „Dinjerhof“

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Von vorne kaum erkennbar, von innen mit unzähligen Ringen zum Klingen gebracht: die trommelnde Gruppe begeisterte die eher spärlichen Besucher beim Sommerfest im „Dinjerhof“.

Ober-Roden - Ein prall gefülltes Wochenende, das mehr musikalische Angebote als Zuschauer und Zuhörer hatte - leider: Das war der kulturelle Teil des Markttags „Midde noi“ im „Dinjerhof“.

Das Programm begann mit feinster, wenn auch nicht leicht zu verfolgender Kleinkunst des Ein-Personen-Shakespeare-Ensembles Bernd Lafrenz. Der bot zwischen Stall und Scheune ein Verkleide- und Verwechselstück mit viel Esprit. Der Samstag stand wieder im Zeichen des Alternativen Zentrums (AZ) und seines ersten „Barnsessions Sommerfest“. Sänger Bijan James, das Folk-Pop-Duo „Romie“ und die Band „Muffin Tops“ waren Vorgruppen für die Lokalmatadoren „The Jukes“: Allerbeste-Laune-Musik im idyllischen Hof, und das alles kostenlos.

Und am Sonntag sorgte der Deutsch-türkische Freundschaftsverein für andersartige, aber ebenso spannende Klänge mit mehreren Gruppen. Vor allem die Trommlerinnen und Trommler mit ihren nach übergroßen Gläsertabletts aussehenden Instrumenten mit innen liegenden unzähligen klappenden Ringen, die wie ein Tamburin geschlagen werden, fanden ganz großen Beifall. Umrahmt von türkischen Leckereien und deutscher Bratwurst war’s ein Nachmittag voll intensivem Musikgenuss und Gesprächen.

Eine Besucherin schlug den Machern eine ganz einfache Lösung vor: „Baut eines oder zwei stilechte Pensionszimmer in den „Dinjerhof“ ein oder ein Nachtlager in Heu und Stroh.“ Dann müssten Besucher zwischen den Musikspektakeln nicht immer umständlich nach Hause gehen und bleiben vielleicht anderswo hängen. (chz)

Bilder: Markttag „Midde noi“ in Ober-Roden

Quelle: op-online.de

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