Beteiligung im Promillebereich

Nur 58 Rödermärker wählten den Seniorenbeirat

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Bernd Koop (4. von links) ist der Vorsitzende des neu gewählten Seniorenbeirats, Werner Rohmann (7. von links) sein Stellvertreter. Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter wünschten der Interessenvertretung der älteren Rödermärker Erfolg bei der Arbeit. Die junge Dame links ist kein Mitglied, sondern Schriftführerin Sandra Seibert.

Rödermark - Der Seniorenbeirat, vom Grundgedanken her die Interessenvertretung von rund 7 500 Rödermärkern über 60, hat seinen Vorstand gewählt. Bei der Wahl des Beirats Ende April hatten aber nicht einmal 60 von ihnen die Stimme abgegeben.

Bernd Koop, der Vorsitzende des VdK Ober-Roden, ist Vorsitzender des Rödermärker Seniorenbeirats. Zu seinem Stellvertreter wählten die zehn Mitglieder Werner Rohmann. Der 65-jährige Urberacher war lange Zeit Leiter des Hauptamts und Schriftführer der Stadtverordnetenversammlung. Die weiteren Mitglieder sind Werner Mühling (62, Urberach), Thomas Paeschke (61 Urberach), Hannelore Frehe (76, Ober-Roden), Monika Bärwalde-Schneiders (77, Ober-Roden) und Erika Becker (64, Ober-Roden). Als Delegierte der Sozialverbände gehören Klaus-Joachim Rink (Arbeiterwohlfahrt), Eva Christ (Caritas) und Erhard Grams (Seniorenhilfe) dem Seniorenbeirat an. Sowohl katholische und evangelische Kirche als auch der Freundeskreis „Pro Morija“ hatten keine Kandidaten für ihren Platz im Seniorenbeirat gefunden.

Auch der Waldackerer Platz im Beirat bleibt leer, weil von den 773 Einwohnern über 60 Jahre niemand zur Kandidatur bereit war. Folglich wurde in Waldacker erst gar nicht gewählt. Die Wahlbeteiligung in den übrigen Stadtteilen war dürftig. 30 Urberacher gaben ihre Stimme ab, 3 259 hätten es tun dürfen. In Ober-Roden waren es nur 28 von 3 405. Das entspricht einer Beteiligung von 0,92 beziehungsweise 0,82 Prozent.

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Angesichts dieser geringen Legitimation sieht Bürgermeister Roland Kern der Zukunft des auf vier Jahre gewählten Seniorenbeirats mit einer gewissen Portion Sorge entgegen. „Wir müssen in der Stadtverordnetenversammlung über die Zusammensetzung nachdenken“, sagte Kern gestern. Er kann sich zum Beispiel vorstellen, dass die Quartiersgruppen, in denen sich viele ältere Rödermärker für ihren Stadtteil engagieren, einen Sitz bekommen.

Mit der schlechten Wahlbeteiligung steht Rödermark nicht alleine da. Auch in anderen Städten wie Offenbach war das Interesse denkbar gering. Eine Ursache könnte die um sich greifende Wahl- und Politik-Unlust sein. Vielleicht sehen sich die älteren Bürger aber auch durch die Stadtverordnetenversammlung ausreichend vertreten. Mit Ausnahme der FDP sitzen in allen Fraktionen Parlamentarier über 60. Doch das war schon in der vergangenen Legislaturperiode so.

Quelle: op-online.de

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