Warnmeldung kursiert auf Facebook

Fotografiert und angesprochen: Locken Unbekannte Schüler ins Auto?

+
Symbolbild

Rödermark - Im sozialen Netzwerk Facebook kursiert derzeit eine Warnmeldung aus Urberach, die bereits tausendfach von besorgten Eltern und Nutzern geteilt wurde. Unbekannte sollen aus einem schwarzen Auto heraus Zweitklässlerinnen fotografiert und angesprochen haben. Was ist wirklich dran? Von Damian Robota

Die Original-Warnmeldung auf Facebook

„Derzeit fährt ein schwarzer SUV mit silberner Kühlerhaube und Anhängerkupplung durch Urberach. Er fährt langsam und macht Fotos aus dem Auto heraus. Es wurden nicht nur Fotos von Mädchen gemacht, sondern auch ein Mädchen angesprochen ob es gerne Hasen haben möchte es solle ins Auto steigen“, heißt es in einer öffentlich geteilten Mitteilung auf Facebook. Unterschrieben ist diese von „Peter Zelinger, Elternbeirat 2d“. Wie uns die Polizei in Offenbach bestätigte, ist die Warnmeldung bereits bekannt. Die Beamten wurden letzte Woche Dienstag (02. Februar) über den Vorfall informiert. Dieser soll sich im Bruchwiesenweg, unweit der Schule an den Linden, abgespielt haben. Kinder sollen zuvor ihre Eltern alarmiert haben. Die Polizei ist der Warnung bereits nachgegangen. „Bisher haben wir keine Anhaltspunkte auf den schwarzen Wagen“, sagte uns Polizeisprecherin Andrea Ackermann auf Nachfrage. Eine akute Gefahr für die Kinder in Urberach wurde ebenfalls noch nicht festgestellt. Trotzdem sollen alle Eltern der Schüler in den nächsten Tagen vom Jugendkoordinator der Polizei per Post über die Warnmeldung informiert werden. Die Schulleitung der Schule an den Linden ist ebenfalls benachrichtigt worden.

Laut Warnmeldung auf Facebook wird derzeit nicht nur nach dem schwarzen Auto, sondern auch nach einer Frau mit kurzen rötlichen Haaren und einem älteren Mann mit grauen Haaren und hoher Stirn gesucht. Die Frau soll mehrere blonde Zweitklässlerinnen angesprochen haben. „Die Kinder hatten Angst vor den Personen im Auto“, bestätigte uns die Polizei. Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Fahrzeugen oder Personen in Rödermark geben können, melden sich bei der Polizei unter der Rufnummer 069/8098-1234.

Es ist nicht der erste Fall in der Region, der besorgte Eltern zurücklässt. Warnmeldungen in sozialen Netzwerken sind jedoch immer mit Vorsicht zu sehen. Im Juli vergangenen Jahres schürten Gerüchte um Kidnapper Angst. Ein Kastenwagen parkte mit zwei Männern vor einer Schule in Biebergemünd im Main-Kinzig-Kreis. Mehrere Schüler – durch Warnungen sensibilisiert – erzählten ihren Eltern von der Beobachtung. Eine weitere Nachricht ließ im März 2015 aufschrecken – Kinder, Lehrer und Eltern gleichermaßen. Ein Fremder soll Schüler der Otto-Hahn-Schule angesprochen haben, war zu erfahren, auf dem Weg zur oder von der Schule. In beiden Fällen ermittelte die Polizei und gab Entwarnung. Es bleibt zu hoffen, dass dies im aktuellen Fall aus Rödermark ebenfalls bald passiert.

Goodbye Facebook - Abschied aus dem sozialen Netzwerk

dr

Quelle: op-online.de

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion