Bericht über Wasserallergie einer Zwölfjährigen

Viele Leser wollen Anne helfen

Ober-Roden - Das Schicksal von Anne Kranich, die unter einer Wasserallergie leidet, hat viele Leser berührt. Jetzt gehen die ersten Hilfsangebote ein.

Für die zwölfjährige Anne Kranich ist Wasser eine Quelle des Schmerzes. Sie ist eine von weltweit etwa drei Dutzend Menschen mit Aquagener Urtikaria. Schon der geringste Kontakt mit Wasser löst eine Art Nesselsucht aus, im schlimmsten Fall droht Atemnot. Guido Reimann war der erste Leser, der sich an unsere Redaktion wandte. Er bot der Familie Kranich ein Wasserreinigungssystem der Firma Memon an, das Ionen und andere Schadstoffe herausfiltert. Reimann will die Anlage zunächst probehalber für zwei Wochen installieren - kostenlos.

Der Judoclub Bushido-Kai Rödermark bezahlt Anne Kranich ein Jahr lang die „Clever-Card“ für Bus und Bahn. Derzeit fährt die Zwölfjährige mit dem Rad zur Schule und hat nicht nur vorm Regen Angst. Ihre Haut reagiert auch auf Schweiß allergisch. Die Kreisverkehrsgesellschaft lehnt eine kostenlose Beförderung ab. Ihr Argument: Eine Krankheit ist keine Behinderung, mit der Anne gratis Bus fahren dürfte.

Die seltensten Krankheiten der Welt

Anne Kranich kämpfte seit 2011 beim Judoclub Bushido-Kai, berichtete Vorsitzender Olaf Gerbig. Im Januar musste sie ihren Sport schweren Herzens aufgeben, denn bei jedem Schwitzen überzog sich die Haut mit roten Pusteln. Der Judoclub will beim Ober-Röder Markttag „Middenoi“ über Anne und ihre Krankheit informieren. Und sollte die finanziell nicht auf Rosen gebettete Familie Kranich die mehrere hundert Euro teuren Wasserfilter nach dem Test kaufen, will Olaf Gerbig eine Spendenaktion ankurbeln. (lö)

Quelle: op-online.de

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