Werk von Jürgen Wolff

Exakte Leitlinien festlegen

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Jürgen Wolff

Ober-Roden - Die 187. Ausstellung in den Räumen der Stadtbücherei – mit Jürgen Wolff wieder einmal einem Rödermärker Künstler gewidmet - könnte wohl als eine der heißesten in die Annalen der Rödermärker Kunst-Historie eingehen.

Deshalb war es überraschend und sprach für den Künstler, wie viele Interessierte bei der Eröffnung durch Gregor Wade, den Leiter des Fachbereichs Kultur, dennoch im Turm schwitzten. Der Künstler selbst blieb „cool“ und gab einen klaren und durchaus anspruchsvollen Überblick über die Schaffensperioden seit 1974, aus denen seine Werke ausgestellt sind. In diesem Jahr entdeckte der Vermessungsingenieur nämlich seine große Liebe zu symmetrischen Grafiken, die er mit Lineal und Rapidograf erstellt, jenem tuschegefüllten Feinzeichner, der sich besonders gut für regelmäßige Schraffuren und exaktes „Outlinen“ eignet.

Ausgestellt sind auch neue Grafiken, die mit der gleichen Technik entstanden sind und die viele der Betrachter an Fadenspiele aus der Kindheit erinnerten. Seit 2008 arbeitet Jürgen Wolff künstlerisch nach dem Leitbild des Konstruktivismus, der geometrisch konstruktiven Kunst: „Symmetrien – Strukturen – Harmonien“.

Mit den neuen technischen Möglichkeiten bearbeitet er per PC-Software abfotografierte und damit digitalisierte Grafiken weiter. „So entstehen aus den relativ statischen Symmetrien neue dynamisch und organische Harmonien, die die unterschiedlichen Assoziationen bei dem Betrachter hervorrufen“, erläuterte der Künstler bei der Vernissage, und was gesprochen etwas sperrig klingt, kann bei der Ausstellung durchaus nachvollzogen werden.

Er druckt die Ergebnisse auf unterschiedlichen Materialien wie etwa Glas, dünnem Aluminium, als Fotoabzug hinter Acrylglas oder Spezialharz etwa – „so können diese Ergebnisse sogar kundenspezifisch den räumlichen Gegebenheiten in puncto Farbe und Größe angepasst werden“, erläutert er.

Dabei entstehen auch so gelungene Design-Gegenstände wie der Tablett-Tisch, Espressotassen oder Lampen, auf denen ebenfalls diese Grafiken künstlerisch aufgebracht sind. Seit 2008 widmet sich Jürgen Wolff als mentalem Ausgleich zu jenen Grafiken, die viel Konzentration und penible Genauigkeit erfordern, auch noch Acryl- und Ölbildern – in Spachteltechnik geschaffen und vor allem der Struktur verdingt.

Auch diese Exponate sind in seiner ersten Präsentation in Rödermark zu sehen im städtischen Bücherturm noch drei Wochen lang bis zum 31. Juli immer während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei: montags bis mittwochs sowie freitags zwischen 10 und 12 Uhr sowie in der Zeit von 15 bis 19 Uhr (donnerstags ist geschlossen), dazu am ersten Sonntag jedes Monats in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr, und natürlich auch nach persönlicher Terminvereinbarung mit dem Künstler unter: Atelier Jürgen Wolff, Liebigstraße 14,  06074/861407, aix.wolff@t-online.de oder über www.jfwolff.de

Quelle: op-online.de

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