Muttersau erschossen

Wilderer treibt sich im Wald herum

Ober-Roden - Ein Wilderer treibt sich im Wald zwischen Ober- und Nieder-Roden herum. Davon geht Jagdpächter Adam Winter nach dem Tod einer Wildsau aus.

Jagdpächter Adam Winter transportierte die gewilderte Bache ab.  

Eine Spaziergängerin, die mit ihrem Hund im verlängerten Birkenweg unterwegs war, sah kurz vor der Gemarkungsgrenze etwa 50 Meter im Wald ein totes Wildschwein liegen und informierte das Ordnungsamt. Winter stellte fest, dass die Bache, die gerade vier Junge säugte, einen Bauchschuss hatte. Die Wunde stammt vermutlich von einem Jagdgewehr, da das Austrittsloch größer als das Eintrittsloch ist. Der Schuss wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch abgegeben.

Adam Winter erstattete gestern Nachmittag bei der Polizei in Dietzenbach Anzeige wegen Wilderei. Ihm und anderen Jägern ist in den vergangenen Wochen mehrmals ein Auto aufgefallen, das nachts zwischen 23 und 1 Uhr im Revier unterwegs war. Der Jagdpächter bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat im entsprechenden Zeitraum, vor allem Dienstag auf Mittwoch, etwas Auffälliges bemerkt, ein Fahrzeug im Wald etwa, oder einen Schuss gehört? Hinweise nehmen Adam Winter, 06074/98919, oder die Polizeistation Dietzenbach, 06074/837-0, entgegen.

Die Hundebesitzerin hatte neben der erschossenen Bache einen noch sehr kleinen Frischling herumirren gesehen. Wenn die Größenbeschreibung stimmt, haben das Ferkel und seine drei Geschwister so gut wie keine Überlebenschance. Sie sind, so Winter, auf die Muttermilch angewiesen.

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chz/lö

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Ziesecke

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