DRK eröffnet neuen Lebensmittelladen

Zeitspender sind gern gesehen

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Bislang bekamen mit Ausnahme der neuen Asylsuchenden in der Einrichtung an der Odenwaldstraße alle sozial schwachen Bürger mit Rödermark-Pass regelmäßig Lebensmittel im „Rödermärker Brotkorb“ in Urberach; nun steht für Bürger aus Ober-Roden, Messenhausen und Waldacker der neue DRK-Laden in der Dockendorfstraße bereit und ab morgen auch offen.

Ober-Roden - Am morgigen Dienstag eröffnet das Deutsche Rote Kreuz an der Dockendorfstraße den neuen Laden „Lebensmittel und mehr“ für sozial benachteiligte Menschen. Von Christine Ziesecke

Gegen einen Euro können sie dort – ebenso wie im „Rödermärker Brotkorb“ – unter Vorlage ihrer Kundenkarte eine Tasche voll Lebensmittel einkaufen – und bekommen als „mehr“ offene Ohren, gute Tipps und Hilfestellungen.

Damit ist die Zeit der Benachteiligung der Bewohner in Übergangswohnungen an der Odenwaldstraße vorbei: Wegen der absoluten Auslastung des „Rödermärker Brotkorbs“ standen sie bislang beim günstigen Einkauf von Lebensmitteln im Abseits – das ist ab morgen Geschichte. Dann werden alle sozial Benachteiligten mit Rödermark-Pass aus Ober-Roden, Waldacker und Messenhausen an der Dockendorfstraße einkaufen, alle Urberacher samt Umgebung im „Brotkorb“ wie bisher. Aber nur Lebensmittel – alles andere ist etwa über den Kleiderladen an der Dieburger Straße abgedeckt.

Sechs Supermärkte und Bäcker in ganz Rödermark werden von heute an regelmäßig angefahren; die Ware muss jeden Tag sortiert und – sollte der nächste eigene Öffnungstermin zu weit weg liegen – auch weitergegeben werden an den „Rödermärker Brotkorb“, an Rodgaus „Tante-Emma-Laden“ oder die Dietzenbacher Tafel. Für all diese Arbeiten sorgen in Zukunft 33 Menschen, die ihre Zeit ehrenamtlich dem Laden zur Verfügung stellen – manche einmal in der Woche, andere öfters, gerade unter den Fahrern und den Sortierern.

Geöffnet hat „Lebensmittel und mehr“ – was schon den Hinweis auf zusätzlichen Rat, auf Informationen oder Hilfestellungen gibt – zunächst dreimal in der Woche: dienstags und mittwochs jeweils von 10 Uhr bis etwa 11 Uhr etwa; ebenso am Mittwochnachmittag von 14 Uhr bis 15 Uhr. Wer einkaufen kommt, sollte wie auch im „Rödermärker Brotkorb“ eine geeignete Tasche dabei haben, vor allem aber beim ersten Mal seinen Berechtigungsnachweis.

Beim ersten Besuch im Laden wird jedem Ankömmling eine Kundenkarte ausgestellt, auf der auch vermerkt wird, für wie viele Menschen in seiner Familie er einkauft, und es wird innerhalb der bislang drei Öffnungszeiten ein fester Termin zugeteilt. Das geschieht in Absprache mit den Kunden, unabhängig vom Alphabet oder so. Dabei werden, soweit möglich, die Einkäufer gleichmäßig auf die Öffnungszeiten verteilt, damit es zu keinen Schlangen kommt und damit Zeit auch für persönliche Gespräche zwischen den Klienten und den ehrenamtlichen Helfern bleibt. Sollte die Nachfrage zu groß werden, wird es eine vierte Öffnungszeit am Freitag geben – dafür sucht der Verein aber noch ehrenamtliche Helfer.

„Wir freuen uns über jeden Zeitspender, aber auch über Sach- und Geldspenden, denn nicht jeder kann regelmäßig Zeit erübrigen“, verdeutlicht auch der Leiter des DRK-Ortsverbandes Ober-Roden, Wolfgang Müller. Die offizielle Eröffnungsfeier wird erst im September steigen, wenn die dann zu erwartenden Gäste alle aus ihrem Urlaub zurückgekehrt sind. Ab morgen aber gibt’s neben dem „Rödermärker Brotkorb“ (in Zukunft für Urberacher Bürger) nun auch für Ober-Roden Hilfe für soziale schwache Bürger im DRK- Heim Ober-Roden, Dockendorfstraße 5. Für Informationen steht dort anfangs auch Beatrix Duttine-Eberhard bereit. Auskünfte auch unter der Nummer 069/85005238 oder sozialarbeit@drk-of.de.

Quelle: op-online.de

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