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Theaterspiel mit Puppen aus Müll: Joachim-Schumann-Schüler stellen ihre Projekt-Woche-Arbeiten zum Thema Klimawandel in der evangelischen Stadtkir ...

Theaterspiel mit Puppen aus Müll

Babenhausen - „Ihr entscheidet, was wir an Natur zerstören oder aber erhalten“, sagt Rainer Becker zu seinen Schülern in der evangelischen Stadtkirche. Von Ulrike Bernauer

© bea

Im Puppenspiel setzen sich die Schülerinnen der fünften Klasse mit dem Thema Müll auseinander.

In ihrer Projektwoche, die wegen des Neubaus nicht mit einem Schulfest gekrönt wird, haben sich die Schüler in Zusammenarbeit mit dem Dekanat Vorderer Odenwald mit dem Klimawandel beschäftigt. Ein Teil der Ergebnisse wird bis zum Mittwoch, 15. Februar, in der Kirche ausgestellt.

„Ich packe einen Koffer für die Zukunft – Klimawandel“, unter diesem Titel stehen die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen die sich mit 80 Themen auseinandergesetzt haben. Annette Claar-Kreh vom Dekanat hat folglich zu ihrer Rede einen Koffer in die Schule mitgebracht, aus dem sie aber keine Projekte zaubert, sondern zum Schluss für alle Schüler Süßigkeiten. Der Weg der Jeanshose, Fledermäuse, die Lebenswelt der Eisbären oder Windräder – weit gespannt ist das Themenspektrum, mit dem sich die Schüler auseinandergesetzt haben.

„Die Puppen haben wir aus Müll selbst gebastelt“

Zur Abschlussfeier in der Kirche wird gesungen, geredet, aber auch mit Puppen Theater gespielt. „Die Puppen haben wir aus Müll selbst gebastelt“, erklärt Gwendolyn (11), Schülerin der fünften Klasse. Entstanden sind fantasievolle Geschöpfe mit schillernden Namen, die sich auch im Spiel mit dem Thema Müll beziehungsweise dessen Vermeidung auseinander setzen. Loreen (11) hat eines der Stücke geschrieben, die die Schülerinnen vorführen. Bevor es aber ans Basteln und Theaterspielen ging, wurde in der Gruppe über die Umwelt und das Müllrecycling geredet – praktisches Recycling mit dem Bau der Puppen gleich danach betrieben. Eines ist gewiss, Altina, Joelle, Ecem und Gülben haben bei ihrem Projekt viel Spaß gehabt.

© beaDen Abschluss ihrer Projektwoche zum Thema Klimawandel feiert die Joachim-Schumann Schule in der evangelischen Stadtkirche.

Einem ganz anderen Thema hat sich Fabrizio Leonardo Schütz (13) gewidmet. Der Siebtklässler hat ein Windrad gebaut und führt das nun in der Stadtkirche vor. Das Windrad wird, damit es richtig ökologisch ist, mit einem Solarpaneel betrieben. Weil die Sonne aber nicht in die Stadtkirche scheint, hält Fabrizio eine Lampe vor die Solarzelle und prompt drehen sich die Räder. Die Schüler seiner Gruppe haben sich aber nicht nur handwerklich betätigt, sondern im Laufe des Projektes viel gelernt. So zeigt Fabricio auch ein Foto eines Offshore-Windparkes, der sich im Meer befindet. „Jedes Windrad benötigt eine Anfangsenergie, um sich zu drehen, selbst wenn Wind weht“, erklärt der Schüler, „manche Offshore-Windparks holen sich diese Startenergie durch die Gezeiten“.

Für die Schüler gab es aber auch andere Themen. Fairness im Sport, aber auch generell im Miteinander stand auf dem Stundenplan. So haben Naemi, Lara und Stella Akrobatik und Partnerübungen gemacht und nichts zur Ausstellung in der Kirche beigetragen. Die drei elfjährigen Schülerinnen sind beeindruckt von der Ausstellung und haben alle, auch wenn Stella manches in der Projektwoche langweilig fand, profitiert.

Forschung, Entwicklung und Design

Alle Projekte wurden schon eine Woche vorher in der Joachim-Schumann-Schule vorgestellt, eine Auswahl hat es nun in die Stadtkirche geschafft. Dazu gehört auch eine Arbeit, die sich mit dem Weg einer Jeans beschäftigt. Da steht beispielsweise: „Wusstest du, dass deine Jeans 56.000 km gereist ist?“ Beschäftigt haben sich die Schüler aber auch mit dem Lohn der Näherinnen – sie erhalten ein Prozent des Verkaufspreises – dem für Forschung, Entwicklung und Design – diesem Bereich kommen 25 Prozent zu – und dem Einzelhandel, der mit 50 Prozent des Verkaufspreises am meisten verdient.

Die sehenswerte Ausstellung, die unter anderem noch die Lebenswelt von Eisbären, die Funktion einer Brennstoffzelle oder Gemälde zeigt, kann man bis zum Mittwoch, 15. Februar, täglich zwischen 15 und 17 Uhr in der Stadtkirche sehen. Ebenfalls am 15. Februar um 19 Uhr wird Kirchenpräsident Dr. Volker Jung einen Vortrag zum Thema „Klimawandel in Kirche und Gesellschaft halten“.

Quelle: op-online.de

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