Babenhausen - (st) Die Stadtverordnetenversammlung ist um ein Gremium reicher. Am Mittwochabend hat sich der Ausschuss Konversion Kaserne konstituiert. Ihm gehören Friedel Sahm, Anita Korte, Brigitte Beils (alle CDU), Frank-Ludwig Diehl (Grüne), Hans-Jürgen Lohde, Adolf Breer (beide SPD) und Dr. Rüdiger Thierolf (FWB) an
In geheimer Abstimmung wurde Friedel Sahm zum Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter ist Frank-Ludwig Diehl. Hans-Jürgen Lohde war aufgrund der Mehrheitsverhältnisse bei der Wahl unterlegen.
In der ersten Ausschusssitzung ging es vornehmlich darum, Qualitätsziele für die Nachnutzung der Kaserne herauszuarbeiten und ein Papier zu entwerfen. Dieses soll bei der Immobilien-Messe Expo Real in München am Wochenende potenziellen Interessenten für Kasernenfläche vorgelegt werden. Die Qualitätsziele sind als Orientierung für Investoren gedacht, was nach Vorstellung der Stadt Babenhausen auf dem Kasernengelände passieren soll - oder eben nicht. So wurde im Ausschuss nur ein grober Grundsatzbeschluss gefasst. Für Gewerbetreibende, die sich auf dem Areal niederlassen wollen, müssten im Anschluss genauere Zahlen folgen.
Wie Dr. Jürgen Schmitt, Projektleiter Städtebauliche Maßnahmen bei der Nassauischen Heimstätte, skizzierte, entfallen von den 144 Hektar Gesamtgelände 60 auf das eigentliche Kasernenareal und 84 auf den ehemaligen Truppenübungsplatz. Dort sollen - wie in Hanau bereits Realität - im kommenden Jahr seltene Przewalski-Pferde für die Beweidung sorgen.
Davon wich man im Ausschuss etwas ab. Als Leitlinie dient jetzt die Aussage, dass der Schwerpunkt auf „ausgewogener gewerblicher Nutzung, Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie Wohnen“ liegt. Diese Feinheit soll signalisieren, dass keine Festlegung erfolgt, im welchem Verhältnis Gewerbe und Wohnen zueinander stehen sollen. Dem stimmten die Fraktionen zu.
Quelle: op-online.deRubriklistenbild: © op-online
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