München - Mit einer bewegenden Trauerfeier haben Justiz, Familie, Freunde und Kollegen am Montag von dem im Dachauer Amtsgericht erschossenen Staatsanwalt Abschied genommen.
An der Feier nahmen neben der Familie des Opfers zahlreiche Vertreter aus Politik, Justiz und Polizei teil, darunter der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Karl Huber, Generalstaatsanwalt Christoph Strötz, der Leitende Oberstaatsanwalt Eduard Mayer und viele Kollegen aus München und Dachau. Sein Doktorvater von der Universität München, Prof. Horst Eidenmüller, sagte, der junge Jurist sei ein Vorbild gewesen, seine Doktorarbeit ein Juwel. “Das Zeug zum Bundesrichter in Karlsruhe hätte er zweifellos gehabt“, sagte Eidenmüller. “Er wird uns arg fehlen.“
Der erst 31 Jahre alte Münchner Staatsanwalt war am 11. Januar bei einer Gerichtsverhandlung in Dachau erschossen worden. Gegen den mutmaßlichen Schützen wird wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt. Der 54-Jährige war wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er soll bei der Urteilsbegründung eine Pistole gezogen und auf den Richter und den Staatsanwalt geschossen haben.
dpa
Rubriklistenbild: © Reionhard KurzendörferDie Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel nicht aktiviert. Sie haben aber die Möglichkeit uns Ihre Meinung über das Kontaktformular zu senden.



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