Umgestaltung: Klostergarten in Dieburg soll Sonnengesang des Franz von Assisi abbilden.

Helfende Hände willkommen

828.04.10|DieburgFacebook
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Dieburg (ves) „Der Anfang ist getan“, freut sich Franz Zoth, Vorsitzender der OWK-Ortsgruppe Dieburg und zeigt sich zufrieden. „Die Arbeitsgruppe rund um das Projekt Klostergarten hat in den ersten drei Arbeitsstunden bereits einiges in Angriff nehmen können“, erklärt er.

Guardian Berthold zeigt den Helfern die Beete.

© Scholze

Guardian Berthold zeigt den Helfern die Beete. Der Klostergarten wird derzeit komplett umgestaltet. Dafür sind Freiwillige jederzeit willkommen.

Die Initiative zum Projekt Klostergarten entstand aus einer Idee des OWK Dieburg. Da die Kapuziner den Garten nicht mehr in dem Maße wie früher pflegen und betreuen können, kam man auf die Idee der Hilfeleistung.

Wir haben jedes Wochenende einen Kehr- und Pflegedienst auf dem Parkplatz der Kapelle und der Notstand des Klostergartens ist uns bekannt“, sagt Zoth. So wurde gemeinsam mit dem Guardian des Klosters, Bruder Berthold, einigen Vertretern der Landesdenkmalpflege und dem Freundeskreis der Kapuziner Pläne für ein Gartenkonzept entwickelt, das sich dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus widmet. Ebenso ist Mareike Völp, eine Studentin der Hochschule Rhein-Main in Geisenheim aus dem Fachbereich Landschaftsarchitektur involviert und wird Ende Mai eine Bachelor-Arbeit über die Gartenanlage des Kapuzinerklosters ablegen.

Kontinuität statt Hau-Ruck

Helfer für das Projekt Klostergarten sind weiterhin gerne donnerstags von 17 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr gesehen. Wer Zeit und Interesse hat, kann sich an der Pforte des Kapuzinerklosters einfinden. Jeder ist willkommen. Für Informationen steht Franz Zoth, 823339, zur Verfügung.

Kürzlich trafen sich nun die ersten Helfer, um das Grundkonzept der Gartenpflege zu besprechen, bevor es an die eigentliche Gestaltung des Klostergartens ging. So wurde zunächst mit der Pflege rund um die Klostermauer begonnen. Beete wurden von wildwuchernden Pflanzen, Unkraut und dem sich hartnäckig ausbreitenden Efeu befreit. Sprösslinge wurden beschnitten, der Rasen vertikutiert und die vorherrschende Ordnung, die dem Garten einmal anhaftete, aufs erste sichtbar gemacht.

Wir wollen mit dieser Initiative kontinuierlich Maßnahmen umsetzen und keine Hau-Ruck-Aktionen starten“, erklärt Zoth. Neben der Initiative Klostergarten ist der OWK mit weiteren Projekten im Umkreis tätig. So werden unter anderem drei Schutzhütten in der Gemarkung vom OWK betreut.

Klostergarten ab 2. Mai schon nachmittags offen

Natürlich steht das Wandern bei den Mitgliedern weiterhin im Vordergrund und die Vorbereitungen zum Wendelinusfest laufen auf Hochtouren. „Am 2. Mai wird der Klostergarten bereits nachmittags ab 14 Uhr für unsere Mitbürger geöffnet werden und Bruder Berthold wird einen Rundgang anbieten, um den Interessierten die Gedankengänge des Konzeptes näher zu bringen“, so Zoth. Sicherlich ist der Fortschritt der Gestaltung noch nicht deutlich sichtbar, aber Zoth zeigt sich zuversichtlich.

Der Garten mit seinen Teichen, dem Magnolienbaum und den Beeten sowie Pflanzenrabatten bietet viel Potential zur Gestaltung und es haben sich bereits viele Ideen zur Gestaltung herauskristallisiert.“. Zoth hegt die Hoffnung, dass sich auch weiterhin viele Menschen in das Projekt einbringen werden. Hierbei denkt Zoth nicht an große Aktionen, sondern eher an zeitlich begrenzte und regelmäßige Arbeitseinsätze im Rahmen von ein bis drei Stunden.

Zehn Leiterwagen voller Spösslinge entsorgt

Weiterhin schwebt dem Vorsitzenden des OWK und der Brüdergemeinschaft der Kapuziner vor, den Klostergarten im Laufe des Jahres zu bestimmten Zeiten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Wir wollen an sechs Tagen von Mai bis Oktober den Garten öffnen und in diesem Rahmen mit literarischen, künstlerischen oder musikalischen Themen Präsenz zeigen“, berichtet Zoth von den Plänen.

Nach drei Stunden getaner Arbeit blicken die Helfer voller Stolz auf ihr Werk. „Wir haben heute zehn Leiterwagen voller Sprösslinge und Beschnitt entsorgen können“, sagt Zoth zufrieden.

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