Von Lisa Hager.

Die Kinder der Kita St. Martin genießen den Aufenthalt im Freien bei Wintersonnenschein und einem Hauch von Schnee. Foto: Hager
„Bei einem Umbau kommen aber immer unvorhergesehene Dinge zutage“, warnte unter anderem Herbert Nebel (Grüne) vor dieser Variante. Auch der Zuschlag für den Architekten sei bei einem Umbau höher, sagte er und mit unüberhörbarer Inronie: „Wir haben ja bei der Römerhalle die besten Erfahrungen gemacht, was Architektenhonorare angeht.“
Die drei Varianten unterscheiden sich in den Kosten nicht wesentlich. Der Neubau in Modulbauweise wird um die zwei Millionen Euro kosten. Ferdinand Böhm (SPD) kritisierte, dass man mit den Kosten weit über dem liege, was in den Haushalt für die Kita eingestellt worden sei.
Die Ausschussmitglieder folgten schließlich dem von Andreas Will (Grüne) eingebrachten Antrag, die Modulbauweise umzusetzen. Das sei sicher auch wegen der Wärmedämmung günstiger, meinte Will, der selbst Baufachmann ist. Die CDU hatte schnell deutlich gemacht, dass auch für sie nur ein Neubau in Frage käme, um das Risiko der „Altbau-Überraschungen“ auszuschließen.
Zugleich soll zur nächsten Stadtverordnetensitzung ein unterzeichnungsreifer Vertrag vorgelegt werden, in dem die Eigentümsverhältnisse zwischen katholischer Kirche und Stadt geregelt werden. Die Mehrheit möchte, dass die Stadt das kirchliche Grundstück in Erbpacht übernimmt. Dabei soll das von der Stadt bezahlte Gebäude ihr Eigentum bleiben.
Die Verwaltung hatte eine Lösung favorisiert, in der die Kirche als Bauherr auftritt und zum Eigentümer des Gebäudes wird.Vorteil: Die Kirche kann bei Ausschreibungen freier verhandeln als die öffentliche Hand. Das hätte Kosten sparen können.



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