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Mit Doreen Whittys Bildern im „Mephisto“ durch Neuseeland reisen

Maori-Begrüßung an der Wand

228.06.10|Dieburg|Dieburg|
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Artikel: Maori-Begrüßung an der Wand

Dieburg ‐  Im Dieburger „Mephisto“ kann man seit einigen Wochen auf einen „Streifzug durch Neuseeland“ gehen - weil sich ein Mann aus Ozeanien und eine Frau aus Gotha in München kennenlernten und der Mann dann der Arbeit wegen in die Peripherie von Darmstadt zog. Von Jens Dörr

© Dörr

Doreen Whitty mit ihrem Gemälde „Hongi - Begrüßung der Maori“.

Das erschließt sich nicht gleich? Ganz einfach, die Geschichte geht so: Doreen Whitty (31) aus Gotha, Hobby-Malerin und Zeichnerin seit Kindesbeinen an, lernte an ihrer Arbeitsstätte in München einen Neuseeländer kennen, der später ihr Mann werden sollte. Die beiden fanden zueinander, besuchten auch zweimal zusammen den Inselstaat östlich von Australien. Ihren Mann zog es beruflich vor zwei Jahren zur ESOC nach Darmstadt - und das Paar wählte Dieburg als Wohnort aus. Insofern schließt sich der Kreis, wenn man weiß, dass Doreen Whitty gerade in den vergangenen beiden Jahren wieder kräftig zu Öl-, Acryl- und Pastellfarbe griff und Impressionen aus Neuseeland verewigte. Denn das „Mephisto“ stellt immer wieder Kunst der regionalen Szene aus.

„Vor allem durch die Geburt meines Sohnes habe ich wieder die Muße zum Malen gefunden“, erzählt Whitty, die zunächst gern Baby-Porträts malte. „Entspannen und Entdecken ist das Interessante am Malen“, sagt sie, die in Neuseeland wohl besonders viel entdeckte und das Land deshalb zum Thema ihrer 16 Werke umfassenden Ausstellung machte. „Neuseeland vereint mehrere Landschaften in sich“, sagt sie. Zerklüftete Küsten, grüne Hügel - auf den beiden großen Insel des Landes ist das und noch weit mehr zu sehen. Es ist offensichtlich, dass sich Whitty nicht nur in einen Neuseeländer, sondern auch in ein ganzes Land verliebt hat. „Ich möchte die Leute sogar regelrecht dazu aufrufen, nach Neuseeland zu kommen“, schwärmt sie.

„Ich male auch mit Buntstiften"

Ihre Bilder hat Whitty entweder an Originalschauplätzen skizziert oder von Fotos abgemalt. Zu sehen sind in den beiden Gasträumen des „Mephisto“ unter anderem der Lake Roitifi auf der Südinsel des Landes oder die „Farnknospe“ als eines der Wahrzeichen Neuseelands. Die Stirn-an-Stirn-Begrüßung der Maori als Neuseelands Ureinwohner hat Whitty ebenfalls dargestellt.

Nicht nur Öl, Acryl und Pastell sind indes Whittys Werkzeuge, „ich male auch mit Buntstiften.“ Sie liebe und brauche die Abwechslung, was sich in den verschiedenen Macharten widerspiegelt. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern - auch wenn Whitty die Malerei nicht hauptberuflich betreibt - kann die nach Dieburg Gezogene ziemlich genau taxieren, wie lange die meisten ihrer Werke dauern: In acht bis zehn Stunden entsteht oftmals ein Gemälde, sagte sie. Verkäuflich sind allerdings nur einige der Werke, die sie im „Mephisto“ zeigt. Eins hat Whitty bereits verkauft. Generell ist sie glücklich damit, dass „Mephisto“-Betreiber Manfred Rau diesmal ihr die Chance zum Ausstellen von Kunst gegeben hat. „Ich sehe die Ausstellung auch als Möglichkeit, mich Dieburg einmal vorzustellen“, lächelt sie.

Die Ausstellung „Streifzug durch Neuseeland“ von Doreen Whitty ist noch für mehrere Wochen im „Mephisto“ am Dieburger Marktplatz zu sehen. Das genaue Ende der Ausstellung steht noch nicht fest.

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