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Goetheschule goes Canada (Teil 1)

Naturwunder der Rockys

1205.10.09|Dieburg|Dieburg|
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Artikel: Naturwunder der Rockys

Dieburg - Dieburg/Onoway § Für drei Wochen sind Goetheschüler auf Austauschfahrt in Kanada (wir berichteten). Gestern hat die Redaktion per Mail dieser erste Foto-Erlebnisbericht von Ricarda Kramer und Louisa Hieber erreicht:

Natur pur stand in der ersten Woche der Kanadareise der Goetheschüler in den Rocky Mountains auf dem Programm.

Natur pur stand in der ersten Woche der Kanadareise der Goetheschüler in den Rocky Mountains auf dem Programm.

„Hey everyone“ – so begann am Samstag, 26. September um 9.30 Uhr für uns 23 Schüler und zwei Lehrer der Goetheschule Dieburg die dreiwöchige Austauschfahrt zur Partnerschule nach Onoway im für uns noch unbekannten Kanada. Als wir am Frankfurter Flughafen aufgerufen wurden, uns an Bord zu begeben, stieg bei allen die Aufregung.

Nach zehnstündigem Flug landeten wir um 15.55 Uhr Ortszeit endlich auf kanadischem Boden in Calgary. Von dort aus ging unsere Reise mit dem Bus weiter in das rund 200 km nördlich gelegene Banff in den Rocky Mountains. Dort angekommen fielen wir ziemlich erschöpft in unsere Betten, denn in Deutschland war es schließlich 6 Uhr morgens des nächsten Tages.

Nach unserem ersten kanadischen Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf, den Banff Nationalpark auf einer kleinen Wanderung zu erkunden. Unser Weg führte uns zum Bow River und zu den Bow Falls. Eine Tour mit einem Schlauchboot ließ uns die Schönheit der Landschaft vom Fluss aus erleben. Am Nachmittag erkundeten wir Banff auf eigenen Wegen.

Der nächste Tag war wohl der anstrengendste Tag in den Rocky Mountains. Wir wanderten in einer zweistündigen Tour auf den 2280 Meter hohen Sulphur Mountain. Als wir endlich den Gipfel des Berges erreicht hatten, war die ganze Anstrengung bald vergessen. Der Rundblick auf die umliegenden Berge, das Bow Valley und die Stadt Banff war einfach phantastisch. Hinunter fuhren wir dann bequem mit der Seilbahn. Am dritten Tag besuchten wir das Buffalo Nations Luxton Museum in Banff am Ufer des Bow Rivers.

Der Ausflug war sehr interessant und wir haben viel über die Geschichte der First Nation People („Indianer“) in den Rocky Mountains erfahren. Danach stand das Cave and Basin Museum auf dem Programm. An dieser historischen Stätte wird die Entwicklung des Banff Nationalparks gezeigt, dessen Anfänge auf die Entdeckung heißer Quellen im 19. Jahrhundert zurückgehen. Abends begaben wir uns mittels einer geführten Wildlife Tour auf die Spuren der Wildtiere der kanadischen Wälder. Es kam uns zwar kein Bär vor die Linse, dafür aber Bighorn-sheep, Hirsche und sogar ein ganzes Rudel Wapitis.

Am Mittwoch verließen wir sehr früh Banff, um in den benachbarten Jasper Nationalpark zu gelangen. Auf dem Weg dorthin, der uns über den beeindruckenden Icefield Parkway führte, hielten wir an den berühmten Seen Lake Louise und Lake Peyto. In einem speziellen Schneemobil wurden wir auf den Alabesca Gletscher gebracht, der zum riesigen Columbia Icefield gehört. Die Sunwapta Falls und die Athabesca Falls bildeten das Ende dieser beeindruckenden Fahrt. Gegen Abend erreichten wir das Ziel: unser Hotel in Jasper.

Am Donnerstag erkundeten wir die nähere Umgebung zu Fuß. Wir liefen entlang des Athabesca River und kamen an vielen Seen vorbei. Auch hier in Jasper waren wir von dem typischen Türkis der Gewässer beeindruckt. Ihre Farbe geht auf die Herkunft des Wassers aus dem Gletschereis der Rocky Mountains zurück. Die fremde Landschaft hatte immer wieder Überraschungen für uns parat. So begegneten wir im Wald einem Skelett und einem steilen Abhang. Dann wählten wir unseren Weg durch ein steiniges Flussbett.

Freitag war der letzte Ausflugstag unseres Aufenthalts in den Rocky Mountains. Wir hatten eine Bootsfahrt auf dem Maligne Lake gebucht, der vielleicht in ein paar Tagen schon zugefroren sein wird. Während der etwa 50 km langen Busfahrt hielten wir einige Male an besonders attraktiven Orten, z. B. dem beeindruckenden 51 Meter tiefen Maligne Canyon und am Medicine Lake, der auf „magische“ Weise im Verlauf der Jahreszeiten seinen Wasserstand verändert, weswegen er auch „Magical Bathtub“ genannt wird. Am Maligne Lake angekommen wechselten wir in ein Boot und fuhren etwa 14 der 22 Kilometer Gesamtlänge des lang gestreckten Sees. Wir hielten an einer Insel im See, der Spirit Island, und fütterten die Kameras mit weiteren spektakulären Landschaftsbildern.

Wir freuen uns schon, am Samstag auf unsere kanadischen Austauschpartner zu treffen, wo wir die nächsten zwei Wochen verbringen werden.

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