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Relief soll im Fechenbachpark an vertriebene jüdische Familien Dieburgs erinnern.

Schritte zum Gedankenstein

Dieburg - (mj)  „Unsere Vereinsgründung steht kurz bevor“, sagt Michael Maschek und spricht damit die wichtigste Entwicklung der letzten Zeit an. „Hätten wir uns anderen Vereinen oder Gruppen angeschlossen, gäbe es vielleicht steuerliche Restrisiken wegen der Spendeneinnahmen.“

Modell des „Gedankensteins“: Es zeigt eine jüdische Familie im Relief, die sich auf den Weg in eine ungewisse Ferne macht. Derzeit ist es noch in der „Bücherinsel“ zu sehen.

Modell des „Gedankensteins“: Es zeigt eine jüdische Familie im Relief, die sich auf den Weg in eine ungewisse Ferne macht. Derzeit ist es noch in der „Bücherinsel“ zu sehen.

Derzeit ist der gebürtige Darmstädter, der seit 25 Jahren in Dieburg wohnt, froh, dass er mit den beiden anderen Initiatoren Ulrich Schanze und Carola Dröse einen weiteren wichtigen Schritt zum „Gedankenstein“ schaffen konnte.

Das Relief soll zukünftig an die zur Flucht gezwungenen oder ermordeten jüdischen Familien in der Gersprenzstadt erinnern und Ende dieses Jahres im Rahmen der Ausstellung „Jüdisches Leben in Dieburg“ im Fechenbachpark aufgestellt werden (wir berichteten). Mit der Ausfertigung des 35 000 Euro teuren Kunstwerks wurde der Dieburger Künstler Martin Konietschke betraut.

Mittlerweile arbeitet man laut Maschek die letzten Strukturen für eine Vereinssatzung aus. Eine Gründungsversammlung soll es aber nicht geben: „Wir wollen die Sache sehr schlank halten, da der Verein nicht eingetragen ist und im Prinzip nur als gemeinnütziger Träger fungiert.“ Im Fokus stehe ausschließlich das Projekt.

Als Mitglieder kann man derzeit die drei Initiatoren und fünf weitere Interessierte verzeichnen. Mit der Vereinsgründung ist die Hoffnung der Initiatoren verbunden, dass das Projekt „Gedankenstein“ nun richtig ins Rollen kommt und man bald eine finanzielle Basis für die Kosten in Höhe von 35 000 Euro erzielt.

Derzeit habe man bereits eine erfreuliche Zahl von kleinen Privatspenden, wofür sich die Initiatoren ausdrücklich bedanken.

„Mit dem Verein haben wir nun die Möglichkeit, Spendenquittungen auszustellen. Das ist die notwendige Basis um auch Firmen und Stiftungen für die Sache zu gewinnen“, so Maschek. Von der „Bücherinsel“ in der Rheingaustraße erfahre man diesbezüglich bereits nennenswerte Unterstützung. Dort können Interessierte das Modell derzeit auch besichtigen, das in den kommenden Monaten die Runde machen und an verschiedenen Örtlichkeiten - im Rathaus und im Schloss Fechenbach - zu sehen sein wird. Dazu liegt ein Flyer zum „Gedankenstein“ aus.

Wer sich am PC ein Bild machen will vom künftigen „Gedankenstein“, hat dazu im Internet die Gelegenheit: http://www.gedankenstein-dieburg.de

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