Eppertshausen - Ob von oben gesehen, von innen oder von außen: Die neue Bürgerhalle bietet optisch immer etwas Besonderes. Davon haben sich auch die Einwohner überzeugt. Von Jasmin Frank

© Frank
Auf den Führungen herrschte großer Andrang, insbesondere die Küche wurde genau inspiziert.
„Aus der Vogelperspektive betrachtet, bildet die neue Halle ein H – das weder für Hans, den Vornamen des Architekten, noch für Helfmann steht, vielleicht aber für Hessen oder für Heimat“, scherzte Bürgermeister Carsten Helfmann anlässlich der Eröffnung des Hauses. Doch gab es zur Hallenstruktur mehr zu berichten.
Der Architekt selbst bezog sich in seiner kurzen Ansprache auf den allgemeinen Eindruck der von ihm geplanten Halle. „Sie ist modern und zukunftsfähig, aber dennoch ein Teil der Gemeinde. Alles wurde bis ins Detail aufeinander abgestimmt und soll ein großes Ganzes bilden“, so Hans Petzold. Die Atmosphäre des Hauses solle dafür sorgen, dass sich die Besucher darin wohl fühlten.
Zahlreiche Menschen nutzten deshalb gleich die erste Gelegenheit, die Halle ganz genau unter die Lupe zu nehmen und auch einmal dorthin zu gelangen, wo der normale Bürger im Alltag wohl kaum Zutritt haben wird: Auf den Führungen ging es hinter die Bühne, in die Künstlergarderoben und sogar in den Heizungsraum.
„Wir finden die Führung und die Halle richtig toll. Wir waren von Anfang an für einen Neubau anstelle einer Sanierung der Mehrzweckhalle und sind jetzt sehr damit zufrieden, wie gut alles umgesetzt wurde“, meinte etwa Werner Gruber, der mit seiner Frau Hanne an einer Tour durch die Bürgerhalle teilnahm. Auch andere Besucher gaben sich positiv überrascht: „Mich freut es, dass die Halle von innen so hell geworden ist, denn von außen wirkt sie eher dunkel, auch wenn die Verklinkerung sehr praktisch ist. Die Führung ist sehr informativ und man kann auch mal hinter die Kulissen schauen. Letztlich wird sich aber erst in der Praxis zeigen, ob alles optimal geplant und gestaltet wurde“, erklärte Elfi Sussann.
Doch gerade in diesem Bereich waren die Meinungen sehr unterschiedlich. So starteten direkt nach dem Eröffnungsgottesdienst die Diskussionen über die Akustik in dem eigens dafür ausgestatteten großen Saal, der über spezielle Wände verfügt. „Ich fand die Akustik weniger schön. Man wird schon Mikrofone brauchen, um als Chor gut beim Publikum anzukommen“, meinte Tanja Müller, während ihr Mann Harald befand: „Meiner Meinung nach war die Akustik ausgezeichnet, in der Halle hallt es nicht, der Klang war eher trocken, das gefällt mir.“
Auch die im kleinen Saal herabhängenden Lampen wurden unter Sicherheitsaspekten kritisch bewertet, denn gerade auf dem Settchesball wird durchaus einmal ein Mädel auf die Schultern genommen, so dass eine Kollision mit den Leuchtmitteln nicht ausgeschlossen werden kann. Alles in allem waren die Bürger von ihrer Bürgerhalle aber begeistert – „praktisch“, „freundlich“ und „hell“ waren die Stichworte, die überall zu hören waren und auch die eigens eingerichtete Bierleitung über den Köpfen der Gäste versagte nicht ihren Dienst, so dass stets gute Stimmung herrschte.
Der Reigen der Feierlichkeiten setzt sich am nächsten Wochenende fort: Am Freitag, 20. Januar, wird das Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester aus Frankfurt gegeben, am Samstag, 21. Januar, präsentieren sich die örtlichen Vereine.
Quelle: op-online.de


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