Frankfurt - Oliver Maria Schmitt, Spitzenkandidat von der PARTEI, will als Frankfurts Oberbürgermeister Offenbach eingemeinden - und die Frankfurter Eintracht wegen Perspektivlosigkeit auflösen. Von Alexander Kroh

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Eigentlich müssen die Frankfurter am 11. März gar nicht mehr den Gang zur Urne antreten - findet zumindest Oliver Maria Schmitt. Der 45-jährige Wahlfrankfurter, der für die PARTEI (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) als einer von zehn Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl antritt, erreichte bei einer Internetumfrage beeindruckende 82,33 Prozent der Stimmen.
Der ehemalige Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic“ zeigte sich davon indes wenig überrascht. „Eine klare Vier-Fünftel-Mehrheit war von Anfang an unser Ziel“, sagte Schmitt heute bei der Vorstellung seiner Wahlkampfoffensive im Caricatura-Museum in Frankfurt und signalisierte seine Bereitschaft die Umfrage als offizielles Wahlergebnis anzuerkennen.
Auf einem der vier, in der „Sympathiefarbe“ Rot gehaltenen, Wahlplakate, präsentiert sich Schmitt mit einer Bombe in der Hand, darüber der Slogan „Zukunft gestalten“. Dieses Plakat sei durchaus als Signal gegenüber Offenbach zu verstehen, so Schmitt. Eine Eingemeindung Offenbachs wäre vor allem problemlos für die Autofahrer, denn die können gleich ihr „OF“-Kennzeichen behalten. Das stünde künftig allerdings für „Ost-Frankfurt“. Offenbachs Schulden würden aber nicht übernommen: „Um die muss sich dann weiterhin der Kämmerer von Ost-Frankfurt kümmern.“
Den entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten um den Frankfurter OB-Posten sieht Schmitt in seiner jahrelangen Erfahrung in der Kommunalpolitik, schließlich sei er als einziger OB-Kandidat schon einmal bei einer Kommunalwahl angetreten. Bei den Wahlen zum baden-württembergischen Landtag 1988 und den Heilbronner Oberbürgermeisterwahlen 1991 erreichte er als unabhängiger Kandidat jeweils 0,2 Prozent der Stimmen.
Sollte Schmitt für die PARTEI in den Römer einziehen, wäre das auch gleichbedeutend mit dem Ende der Frankfurter Eintracht, die er aufgrund von Perspektivlosigkeit auflösen möchte. Stattdessen soll der FSV Frankfurt gefördert werden, indem er die besten Eintracht-Kicker zu den Bornheimern lotst.
Quelle: op-online.deRubriklistenbild: © akr/op-online.de


Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.