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Ausbildungspaten helfen Jugendlichen bei der Suche nach einer geeigneten Stelle

Mit Erfahrung und Kompetenz

Groß-Zimmern (bea) - „Die Chemie hat gepasst“, sagt Gaby Geier und lacht.

Eren Kayadan und Gaby Geier (vorne) werden künftig bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zusammen arbeiten. Paten sind (v. l.) Matthias Bausch, Karl Daab und Ralf Oesswein. Foto: Bernauer

Eren Kayadan und Gaby Geier (vorne) werden künftig bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zusammen arbeiten. Paten sind (v. l.) Matthias Bausch, Karl Daab und Ralf Oesswein. Foto: Bernauer

Bei einem Treffen der Ausbildungspaten der Initiative „Jugend und Zukunft“ mit ihren künftigen „Patenkindern“ haben sich der 15-jährige Schüler Eren Kayadan und die Verwaltungsangestellte getroffen und verstanden sich sofort sehr gut. Dass die Berufswünsche des Jugendlichen mit der Berufswelt der Ausbildungspatin fast perfekt zusammen passen, ist ein glücklicher Zufall.

Kayadan, Neuntklässler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), möchte Verwaltungsfachangestellter werden, oder, sein Herzenswunsch, Polizist. Geier ist nicht nur Verwaltungsfachangestellte, sie arbeitet zudem im Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt aus.

„Sechs Jugendlichen haben wir im vergangenen Jahr zu einem Ausbildungsplatz verholfen“, sagt Jugendpfleger Tom Hicking. „Und das wollen wir 2012 noch übertreffen“. Hauptziel der Initiative ist es, Jugendliche und ihre Eltern auf dem Weg in die berufliche Zukunft zu unterstützen. Die Hilfe soll unabhängig von Alter, Schulabschluss und Schulzweit erfolgen, so heißt es auf der Internetseite der Initiative.

Sieben Auszubildende haben bis jetzt in diesem Jahr das Angebot der Initiative angenommen und werden nun einem Paten zugewiesen oder suchen sich diesen, wie Eren Kayadan, selber aus. Die Paten helfen dem Schüler dann mit ihrem beruflichen Know-how, aber auch mit ihrer Lebenserfahrung. Sollte es notwendig sein, so werden aus einzelnen Berufen noch Experten hinzu gezogen.

Damit das Ganze funktioniert, gibt es für den Paten und den Ausbildungsplatzsuchenden Regeln. Die stehen in einem Vertrag, den beide unterzeichnen. „Ich verlasse mich nicht nur auf die Initiative, sondern bin auch selbst aktiv bei der Ausbildungsplatzsuche“, heißt es da beispielsweise, aber auch: „Ich bin bereit, mir auch andere als meine Wunschberufe anzusehen und ein Praktikum in dem Beruf zu machen.“

Geier fängt bei ihrem neuen „Patenkind“ Kayadan schon mal mit der Vermittlung einer realistischen Weltsicht an. „Um deinen Wunschberuf Polizist zu ergreifen, benötigst du die Mittlere Reife. Du müsstest also weiter zur Schule gehen und kannst nicht gleich mit der Ausbildung starten.“ Der ASS-Schüler hat schon den ersten Schritt getan und sich an der Peter-Behrens-Schule in Darmstadt anmelden lassen.

Außer Geier nehmen noch drei weitere Paten an dem Treffen teil. Catrin Geier, Studentin und junge SPD-Politikerin kennt ihr „Patenkind“ noch nicht, ist aber schon gespannt auf das erste Treffen.

Auf dem Weg zu einer Ausbildung wollen auch Matthias Bausch, er arbeitet im St.-Josephs-Haus, und Sicherheitsspezialist Ralf Oesswein helfen. Sie haben ihre Verträge bereits unterschrieben.

„39 Paten haben wir im Pool“, sagt Daab, der Paten und Schüler zusammen bringt. Es können sich also noch einige Jugendliche melden, die Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche erhalten wollen. Betreut werden können seit neuestem auch Schüler der achten Klassen. Die können Hilfe bei der Praktikumssuche erhalten und werden weiter begleitet, bis sie einen Ausbildungsplatz gefunden haben.

‹ Jugendliche Interessenten können sich bei Patenberater Karl Daab melden unter s    41484 oder bei Martin Göbel unter s  0160 92408530. Ein Anruf bei Jugendpfleger Hicking führt ebenfalls zum Ziel.

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