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Sechstklässler der Albert-Schweitzer-Schule in der Antike

Geschichte zum Anfassen und Probieren

Groß-Zimmern - Geschichte muss nicht immer trocken und theoretisch sein. Man kann sie auch erleben, erfühlen und mit eigenen Augen sehen. Diese Möglichkeit hatten kürzlich die Schüler der Klasse G 6a der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) während ihrer dreitägigen Projekttage. Von Sebastian Kniza

Der Umgang mit Tusche und Bambusfeder will geübt sein für ein schönes Schriftbild mit griechischen Schriftzeichen. Fotos Kniza

Der Umgang mit Tusche und Bambusfeder will geübt sein für ein schönes Schriftbild mit griechischen Schriftzeichen. Fotos Kniza

Lehrer und Initiator Ole Plorin hat die Frankfurter Museumspädagogin und Archäologin Eva-Brigitte Mertzdorff-Knapp an die Gesamtschule geholt, die den Geschichtsunterricht zum spannenden Erlebnis werden ließ.

So praxisnah sei der Unterricht für die Jugendlichen intensiver und begreifbarer, betonte Klassen- und Geschichtslehrerin Doris Wißner-Remspecher im Gespräch mit dem LA. „Zudem stärkt das gemeinsame Basteln und Ausprobieren den sozialen Zusammenhalt“, so die Lehrerin. Das im Unterricht vermittelte Wissen wird praxisnah durch Anschauungsobjekte vertieft. Zum Programm des Projektes „antikes Griechenland“ gehörten während der Projekttage das Schreiben mit Tusche auf echtem Papyrus, das Anprobieren nachgemachter antiker Kleidungsstücke, Geschichten zur Mythologie und das Herstellen eines echten Schmuckstückes. Antike Mythen haben viel mit unserem Alltag zu tun. Die Schüler kannten viele Geschichten. Dass die Panflöte mit dem Begriff „Panik“ in Zusammenhang steht, war jedoch für alle neu.

Wo kommt etwas her und warum hat es seinen Ursprung dort? Das war die Leitfrage bei den Spurensuche mit antiken Mythen. Die Schüler lernten, wie Alltag und Mythos zusammenhängen.

Papier in all seinen Formen und Größen kennen alle. Doch wie sah Papier früher aus und wie nannte man es? Papyrus wurde aufwendig aus der gleichnamigen Pflanze gewonnen. In mehreren Schritten mussten die Fasern bearbeitet werden, um ein fertiges Blatt Papier zu erhalten.

Eine Lehre für die jungen Leute, die bei der Produktion hautnah erfuhren, wie mühsam herzustellen und entsprechend teuer das damalige Schriftgut war.

Auf den fertigen Papyrusstreifen übten sie sich dann in altgriechischer Schrift. Dabei galt es auszuprobieren und zu erfahren, wie man den Bambusstab am besten hält und wieviel Tusche man benötigt, um ein schönes Schriftbild zu bekommen.

Lernen durch Üben und das praktische Ausprobieren forderten die Schüler heraus. Wissbegierig und mit großer Hingabe folgten sie den neuen praktischen Aufgaben.

Als Gastgeschenk brachte Mertzdorff-Knapp einen Beutel mit Papyrus-Samen mit. Jetzt können die jungen Filhellenen ihre eignen Papyrusrollen herstellen und beschriften.

Das dafür nötige Handwerkszeug haben sie sich während der vergangenen Projekttage handlungsorientiert angeeignet.

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