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Die Sternsinger sind noch bis Sonntag in der Gemeinde unterwegs

Kinder pochen auf Rechte

Groß-Zimmern - Nicht zum ersten Mal gehen die Groß-Zimmerner Sternsinger am Freitag los. In Mainz sind sie bereits durch die Straßen gezogen und wurden zusammen mit 3 000 anderen Kindern von Karl Kardinal Lehmann gesegnet. Von Ulrike Bernauer

Fröhlich versammeln sich die Sternsinger zum Gebet in der katholischen Kirche, bevor sie von Haus zu Haus ziehen. Foto: Bernauer

Fröhlich versammeln sich die Sternsinger zum Gebet in der katholischen Kirche, bevor sie von Haus zu Haus ziehen. Foto: Bernauer

„Wir waren im Dom und beim Zug haben wir ganz vorne das Banner getragen“, erzählt Julian (12).

Nachdem die jungen Katholiken schon am Freitag Vormittag Einrichtungen wie das Gersprenz-Pflegeheim im Otzbergring, das Rathaus oder einige Kindergärten besucht haben, segnen sie am Nachmittag und Samstag die Türen von Privathäusern.

In fünf Gruppen mit jeweils vier bis fünf Kindern ziehen sie los. „Wir haben die Bezirke noch einmal neu angepasst“, sagt Gemeindereferentin Jutta Moka.

Die Jüngste im Bunde ist mit sechs Jahren Ronja, die ältesten Sternsinger in Groß-Zimmern sind 14 Jahre. Ronja wird noch geschminkt, sie ist einer der dunklen Weisen gekleidet. Auch Julian hat viel braune Farbe im Gesicht. „Kratzen darf man sich aber trotzdem“, erklärt er.

Bevor es tatsächlich zum Zug durch die Straßen geht, versammeln sich alle Gruppen noch in der Kirche. Sie stellen sich um die Krippe. „Die Aufgabe der Sternsinger ist es auch, die Geburt Jesus Christi in die Welt zu tragen“, erklärt die Gemeindereferentin.

Als die Kinder die Krippe betrachten, fällt ihnen auf, dass die Heiligen Drei Könige gar nicht um das Baby versammelt sind. „Die Weisen kommen erst heute abend“, sagt Moka, „die sind noch unterwegs.“

Im Mittelpunkt stünden hingegen am Wochenende die Sternsinger, nicht nur in Groß-Zimmern, sondern in ganz Deutschland. Rund 500 000 von ihnen werden am Wochenende das Kreuzzeichen über den Türen anbringen. Die Sternträger halten ihre Stecken hoch. An den Stangen sind viele Kärtchen befestigt. Recht auf Fürsorge, Bildung, Gesundheit und Religionsfreiheit steht darauf.

Moka segnet nacheinander die Sterne, das Weihrauchgefäß und auch die Kreide, mit der die Sternsinger den Segen an den Haustüren anbringen werden.

„Klopft an Türen, pocht auf Rechte“, so lautet das diesjährige Motto der Sternsinger. Die Spenden, die die jungen Sänger erhalten, sollen in diesem Jahr nach Nicaragua gehen.

Für ein letztes Gruppenfoto vor dem Kirchenaltar stellen sich die Sternsinger gerne noch einmal auf, bevor es endlich losgeht. Viele der Kinder sind jetzt etwas aufgeregt, auch wenn mindestens die Hälfte von ihnen schon öfter mitgegangen ist.

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