Groß-Zimmern - Ob Pfarrer, Kirchenchor oder Orgelmaus – bis in die Kirchengemeinden hat das närrische Virus allesamt fest im Griff. Von Ursula Friedrich

Die Desert Roses hielten als schwungvolle Afrikanerinnen Einzug bei der Weiberfastnacht. Weitere Bilder auf Seite 3.Fotos (2): Friedrich
„Den einen kribbelt´s in den Beinen, die anderen fangen an zu reimen“, eröffnete Sitzungspräsidentin Rosemarie Busch-Maiwald im knallroten Herzchenkostüm die ökumenische Weiberfastnacht im katholischen Pfarrzentrum und ergänzte: „Geprobt wird fleißig und trainiert, und bald die Fröhlichkeit regiert. “.
In diesem Sinne ließen 170 pfiffig kostümierte Frauen diesmal Narrengott Jokus hoch leben, mit Liedern, Schunklern, Büttenreden, Garde- und Showtänzen sowie jeder Menge „Raketen“.
Im flotten Wechsel klagten Rentenanwärterinnen (Katharina Fisch), eine Fraa von de Besch (Elfriede Burger), ja sogar Amanda vom vatikanische Viertel (Elke Till) aus der Bütt. „Brummkopp, Grippe, Hämorridde...“ Heilung von allen „Zipperlein“ versparch hingegen Wurzelsepp Liesel Röhrig. Und Kirchen-Insiderwissen aus der Nagerperspektive gaben die Kirchenmäuse Claudia Unterleider und Barbara Wörtche zum Besten.
Die Elfchen, das beliebte Männerballett, sind traditionell ein fester Programmpunkt in der seit gut zwei Jahrzehnten zelebrierten Weiberfastnacht.
„Mit den Jahren kamen die Elfchen immer früher vor ihrem Auftritt“, erzählte Busch-Maiwald schmunzelnd. Um ihr vorzeitiges Erscheinen zu legitimieren und unter dem feiernden Frauenvolk keinen Schaden zu nehmen, machten sich die Elfchen als Mundschenk, Wirt und Bühnenarbeiter nützlich.
Hahn im Korb war einmal mehr Musiker Gerhard Kuhr, der die Feier mit Akkordeon, Orgel und Gesang anheizte.
Mit einem tänzerischen Ausflug nach Afrika (Desert Roses), den Bänkelsängern Tanja und Sandra Ihring, den Huppdohlen und der TV-Garde „El Martes“ war das närrische Programm bis zum späten Abend perfekt.



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