Groß-Zimmern (ula) - „Wer sich übermäßig verschuldet, handelt unsozial!“ Dieser Satz entsprang nicht etwa dem Gedankengut eines Gewerkschafters oder ozialdemokraten. Hessens CDU-Fraktionschef Dr.

Kam, sprach, begeisterte: Hessens CDU Fraktionschef Dr. Christean Wagner beim CDU Neujahrsempfang.
Christean Wagner erntete mit diesem Slogan beim Neujahrsempfang der Ortspartei am Sonntag viel Applaus. Denn im Großen („Wir wollen keine Euro-Bonds und nicht für die schlechte Wirtschaftspolitik anderer Staaten herhalten!“) gelte es ebenso, die Finanzen im Auge zu behalten und Schuldenberge abzutragen, wie im Kleinen. Vergleichsweise klein mag die Verschuldung Groß-Zimmerns sein, die rund 2,8 Millionen Euro beträgt. Doch „Wir müssen weiter sparen“, stellte Gemeindeoberhaupt Achim Grimm vor rund 80 Gästen im Kulturzentrum Glöckelchen klar, darunter die CDU-Bundestagesabgeordnete Patricia Lips sowie Manfred Pentz aus dem Hessischen Landtag. Parallel dazu hält das junge Jahr eine große finanzielle Kraftanstrengung bereit: den Bau einer sechszügigen Kindertagesstätte für zwei Gruppen mit über- und vier mit unter Dreijährigen.
„Groß-Zimmern und Weiterstadt sind die einzigen Kommunen, die bis 2030 nicht schrumpfen“, zitierte Grimm statistische Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung. Daraus leite sich die Verpflichtung ab, Kindergartenplätze für Bürger ab zwei Jahren zu schaffen. Da angesichts des starken Zimmerner Nachwuchses hier ein Defizit herrscht, ist der Bau der neuen Kita auf dem Festplatz die nach dem Schuledenabbau die zweite große Herausforderung 2012.
In puncto Investitionen warb Grimm um mehr Engagement für Kinder und Jugendliche. „Wir sind als einzige Kommune des Landkreises im Programm Soziale Stadt“, so Grimm. Allerdings sollten über das Bund-Länder-Programm in Kooperation mit bürgerlichem Engagement nicht die städtebaulichen Projekte, sondern soziale Inhalte im Vordergrund stehen.



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