Offenbach - Sie sind verheiratet, arbeiten als Künstler lange schon zusammen, haben ein gemeinsames Anliegen. Und doch ist beider Umgang mit den aktuellen Sujets Krieg und Gewalt höchst individuell. Von Carsten Müller

© Georg
Kunst ruht in sich: Marion Linke nimmt für ein Foto auf dem Sofa Platz, das mit genagelten Patronenhülsen überzogen ist.
Marion Linke und Michael Marx aus der Schweiz zeigen im Salon 13, dem Ausstellungsraum des Bundes Offenbacher Künstler (BOK), ihre Objekte, Installationen und Skulpturen unter dem Titel „Fette Beute“. Diese Kunst hat fraglos eine Botschaft, und man hat selten so drastisch-klare Positionen im Ausstellungsraum an der Kaiserstraße gesehen.
Vor mehr als zwei Jahrzehnten sind Kleine, die von der Glaskunst kommt, und Marx, der Kunstpädagoge und Bildhauer ist, in die Schweiz gezogen, mittlerweile so integriert, dass Marion Linke für ihre Objekte sogar auf Unterstützung des Militärs bauen kann. Die Künstlerin verarbeitet leere Patronenhülsen, die sie von der Schweizer Armee requiriert, zu lebensgroßen Objekten mit frappierender Wirkung.
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