008.03.10|Kultur
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Wo ein Giftmischer Traktor fährt und ein Brandstifter die Kühe melkt, sind wir auf dem Land. So stellt sich die Agrarwelt im modernen Volksstück dar. Ein solches präsentierte das Volkstheater Frankfurt seinem Premierenpublikum. Von Markus Terharn

© Volkstheater
Enkelin Bärbelchen (Julia Schneider) hält zu Jakob (Walter Flamme).
Das kennt dieses Milieu kaum aus eigener Anschauung, kam mit Karl Wittlingers „Heilig’ Blitzje!“ in zwei kurzweiligen Stunden aber voll auf seine Kosten.
Den alemannischen Originaltext hat der unentbehrliche Hausautor Wolfgang Kaus in den Vogelsberg verlegt und für Hessen mundgerecht gemacht. Regisseurin Natascha Retschy lässt die Darsteller gekonnt auf schmalem Grat balancieren. Behutsame Personenführung verhindert, dass die derb bis bösartig gezeichneten Figuren zu Karikaturen ihrer selbst werden.
Dennoch bieten die Rollen saftiges Schauspielerfutter, das die Akteure dankbar annehmen. Allen voran der 83-
Gesprächsweise offenbart sich die garstige Vorgeschichte: Hugo und Elsbeth haben Bärbelchens Eltern mit einem Knollenblätterpilz-
Das gibt Anlass zu urkomischen Situationen und deftigem Dialogwitz. Der tiefschwarze Humor lässt oft vergessen, dass dieses Bühnenwerk eigentlich keine Komödie ist. Aber Horst Krebs mimt den Michel so schlitzohrig, Steffen Wilhelm den Hugo so miesepetrig, Silvia Tietz die Elsbeth so schlappmäulig, dass es eine Lust ist. Als turtelnde Frischverliebte gefallen Julia Schneider und Dennis Pfuhl, als gewissenhafter Notar grüßt Thomas Koob. Bärbel Christ-
Auf dem Spielplan bis 30. April
Quelle: op-online.deSchreiben Sie zum Beitrag Ihre Meinung oder laden Sie Bilder und Videos zu ihrem Profil hoch. In unserer Community lernen sie sicher auch neue Freunde kennen.
29.08.10|Rhein-Main|0
