Und: Sie bietet das eigens dafür geschaffene Spektakel in einer perfekt organisierten und musikalisch hochwertigen Open-Air-Veranstaltung an. Kulisse: Die Seligenstädter Basilika, um die es in der Aufführung geht.
Nahezu 2000 Besucher wollten sich dies bei drei Aufführungen am Wochenende nicht entgehen lassen und sie wurden nicht enttäuscht. Dekanatskantor Thomas Gabriel komponierte das knapp zweieinhalb Stunden währende Werk, Udo Sommer schrieb das Libretto und Claus Martin führte Regie, Marcus Bayer zeichnete für die Gesamtorganisation verantwortlich. Alle vier prägt eine enge Verbindung zu ihrer Kirche und der Pfarrei „Petrus und Marcellinus“.
Erzählt wird die Geschichte, wie der findige Abt des Klosters Seligenstadt und die Bürger ihre Kirche vor den Auswüchsen der Säkularisierung retten. Ein bisschen Romantik, ein wenig Frivolität – all dies wird in die Geschichte eingebaut. Vor sparsamem Bühnenbild - der eigentliche Hintergrund der imposanten Basilika wurde so besser in Szene gesetzt - entlud sich ein musikalisches und unterhaltsames Feuerwerk. Komponist Gabriel, ohnehin bekannt als Wanderer zwischen musikalischen Welten, vereint in seiner Musik Klassik, Jazz, Pop und traditionelle Musik; das Libretto auf den Punkt, die Regie führend, aber nicht einengend. Dass auf der Bühne nahezu ausnahmslos Laien standen? Niemand hatte diesen Eindruck.
Eine zweijährige Vorbereitungszeit und eine tolle Organisation führten zu einem beeindruckenden musikalischen Erlebnis, das die vielen hundert Zuhörer mit Ovationen belohnten.





