Berlin - Die Teststrecke für den Tranrapid im Emsland darf 2010 weiter betrieben werden. Für den Betrieb und die Wartung hat der Bund 5,2 Millionen Euro bewilligt.

© dpa
Die Transrapid-Teststrecke im Emsland.
Ein Funken Hoffnung für den deutschen Transrapid: Die Teststrecke im Emsland wird jetzt doch weiterbetrieben. „Ich drehe den Geldhahn vorerst nicht zu“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) unserer Zeitung. Die Teststrecke werde das ganze Jahr über weiterbetrieben. Der Bund macht dafür trotz erheblicher Skepsis der FDP dem Vernehmen nach fünf Millionen Euro locker.
Ramsauers Vorgänger Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte ein Aus der fast drei Jahrzehnte alten Strecke zum Ende April geplant. Der Abriss würde rund 40 Millionen Euro und 60 Arbeitsplätze kosten und das Aus der Fortentwicklung der Magnetschwebebahn im Inland bedeuten. „Die Technologie ist in Deutschland entwickelt worden“, erinnerte Ramsauer. Jetzt müsse man genau prüfen, ob es noch Vermarktungs-chancen gebe.
Jetzt richtet sich die Hoffnung auf einen Export. Laut Ramsauer wird derzeit konkret ein Einsatz in China, in den USA, der Türkei und Brasilien geprüft. In Brasilien geht es dabei sogar um eine 550 Kilometer lange Strecke. In der Türkei gebe es Interesse, „die beiden 80 Kilometer voneinander entfernten Istanbuler Flughäfen über den Bosporus hinweg zu verbinden“, sagte er nach einem Gespräch mit seinem türkischen Amtskollegen. „Das wäre eine sehr interessante Strecke.“ Hoffnung für den Transrapid macht eine Fortentwicklung des Fahrwegs. Ein beteiligtes Bauunternehmen will die Kosten für die Trasse um 30 Prozent senken.
Von Christian Deutschländer
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