Berlin - In einer Pressekonferenz erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, warum Joachim Gauck ihrer Meinung nach der richtige Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ist. Auch die anderen Parteien kamen zu Wort.

© dapd
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, Joachim Gauck, Horst Seehofer und FDP-Fraktionsvorsitzendem Rösler bei der Pressekonferenz
Merkel sagte, sie verbinde mit Gauck vor allem die gemeinsame Vergangenheit in der DDR. Für Gauck habe sich der Weg von der Kirche in die Politik von fast alleine ergeben. Ihn zeichne aus, ein „wahrer Demokratielehrer“ geworden zu sein.
Gaucks Lebensthema sei die „Idee der Freiheit in Verantwortung“, erklärte Merkel. Dies verbinde sie als Ostdeutsche - „bei aller Verschiedenheit“ - mit Gauck. „Unsere Sehnsucht nach Freiheit hat sich 1989/90 erfüllt.“
FDP-Chef Philipp Rösler sagte, es sei gut, dass parteiübergreifend ein so guter Kandidat gefunden worden sei. Gauck könne verloren gegangenes Vertrauen in das höchste Staatsamt zurückbringen. Gauck sei eine Persönlichkeit, die die Menschen wieder mehr begeistern könne für die Demokratie. „Joachim Gauck ist jemand, der Demokratie wieder Glanz verleihen kann.“
Grünen-Chefin Claudia Roth sprach von einem historischen Moment. Gauck sei jemand, der der Demokratie wieder Glanz verleihen könne. „Er ist ein Mann, das schätzen wir sehr, der den Dialog liebt. (...) Er kann Worte zum Klingen bringen.“ Er habe große Zustimmung in der Bevölkerung. Das sei eine wunderbare Voraussetzung dafür, dass er ein guter Präsident sein werde. Es sei ein wichtiges Signal, dass CDU, CSU, FDP, SPD und Grüne es geschafft hätten, einen gemeinsamen Präsidenten-Kandidaten zu benennen, und sich die Parteien nicht im parteipolitischen Geschacher verzettelt hätten.
Grünen-Chef Cem Özdemir sagte, Gauck sei ein authentischer Bürger der deutschen Republik. Er habe eine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Er sei froh, dass Gauck nun auch eine breite Unterstützung in der Politik habe. Es sei ein gutes Zeiten, dass es im zweiten Anlauf eine Verständigung über einen gemeinsamen Kandidaten gegeben habe. Dies sei nicht selbstverständlich angesichts der Auseinandersetzungen bei der Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten. Das Thema Integration werde die Republik auch in Zukunft bewegen.
CSU-Chef Horst Seehofer sagte, seine Partei sei von Anfang an auf eine Konsenslösung konzentriert gewesen. Die Entscheidung für Gauck „ist eine gute Entscheidung für unser Land“. Er sagte: „Sie haben das Vertrauen der CSU und das Vertrauen der Bayern.“
dpa/dapd
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.