Fluglärm: Haus von Roland Koch wird beschallt

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    • 11.05.12
    • Rhein-Main
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Aktion bringt Fluglärm zurück zum Absender

Frankfurt/Eschborn - Fluglärm ist den Menschen in Eschborn nicht fremd. Doch am Samstag wird es in der Pfingstbrunnenstraße besonders laut. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Johannes Faupel

© p

Johannes Faupel

Vor dem Haus von Roland Koch wollen die beiden Sachsenhäuser Johannes Faupel und Bernd Mey den Kochs vorführen, was sie selbst im Frankfurter Süden seit der Eröffnung der neuen Landebahn erleiden müssen: Lärm von Flugzeugen, die in 400 Meter Höhe ihre Häuser und Gärten überfliegen. Geplant ist eine Live-Übertragung von in Sachsenhausen aufgenommenem Fluglärm auf einen mobilen Hochleistungslautsprecher vor Ort.

Die Aktion ist von der Stadt Eschborn genehmigt: 20 Minuten darf Faupel Koch beschallen, der als früherer CDU-Ministerpräsident treibende Kraft des Ausbaus war. Man habe mit den Kochs Rücksprache gehalten, so die Sprecherin der Stadt. Sie hätten nichts dagegen - ob sie auch zu Hause sein werden, ist indes nicht bekannt.

Offenen Brief an die Chefetage von Bilfinger Berger

Lesen Sie dazu auch die Kommentare Pro: Aber ja doch! und Contra: Grenze überschritten

Faupel, von Beruf Fachjournalist und PR-Texter ist mit seiner Internet-Seite landewahn.de (Faupel: „Das kommt von Wahnsinn“) aktiver Fluglärm-Gegner. Er sammelt Material, schreibt Briefe an Verantwortliche, nimmt montags an den Demos im Terminal 1 teil und hat noch immer die Hoffnung, dass der von ihm beklagte Wahnsinn durch Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gestoppt werden kann. Deshalb hat er auch einen Offenen Brief an die Chefetage des Baukonzerns Bilfinger Berger geschrieben mit dem Appell, den Aktionären bei der Hauptversammlung wegen des Terminal-Großauftrages reinen Wein einzuschenken. Nach Auskunft von Fraport sind die Hochbau-Aufträge allerdings noch gar nicht vergeben, bei vorbereitenden Arbeiten sei die Baufirma nicht im Geschäft.

Mit den Bürgerinitiativen, die es im Rhein-Main-Gebiet zuhauf gibt, hat der 46-Jährige nichts am Hut. Als Texter arbeitete er „in extrem schlanken Strukturen“, sagt Faupel unserer Zeitung. Und Koch soll keineswegs der einzige Promi sein, der Fluglärm hautnah ertragen muss. Auch die Häuser von Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, von Fraport-Chef Stefan Schulte (Bad Homburg) und Ministerpräsident Volker Bouffier (Gießen) will er beschallen, Anträge seien gestellt. Die Nachbarn hat Faupel mit Flugblättern über seine Aktion aufgeklärt. Er wolle nicht sie verärgern, sondern die für den Lärm Verantwortlichen. Für Faupel gilt das Verursacherprinzip.

Quelle: op-online.de

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