Als Konsequenz aus der Havarie der “Costa Concordia“ haben europäische Kreuzfahrtunternehmen mehr Sicherheit für ihre Passagiere zugesagt. Schiffe sollen künftig mehr Rettungswesten als Passagiere an Bord haben, kündigte der europäische Branchenverband European Cruise Council am Dienstag in Brüssel an. Die Besatzung solle außerdem besser ausgebildet werden. Der Zugang zur Brücke werde in Krisensituationen nur noch ausgewähltem Personal erlaubt sein. “Wir müssen sicherstellen, dass so etwas niemals wieder passiert“, sagte der Verbandsvorsitzende Manfredi Lefebvre d'Ovidio.
Am 13. Januar war die “Costa Concordia“ in der Nähe der italienischen Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord gekentert. Bislang sind 30 Opfer geborgen worden, darunter 12 Deutsche. Zwei Menschen werden noch vermisst.
Luxusliner Costa Concordia läuft auf Grund
Ermittler erheben schwere Vorwürfe gegen den “Concordia“-Kapitän Francesco Schettino. Er soll das Kreuzfahrtschiff viel zu nah an die Insel herangefahren haben, so dass es auf einen Felsen gelaufen war. Außerdem soll er die “Costa Concordia“ noch während der Evakuierung verlassen haben. Er steht seit Monaten unter Hausarrest.
Italienische Medien hatten berichtet, dass eine 25 Jahre alte Frau auf der Brücke war und mit dem Kapitän getrunken habe, als das Schiff den Felsen rammte. Die Frau hat den Darstellungen widersprochen.
dpa




















































































































