FDP: Das ist unsere Alternative zum Betreuungsgeld

Berlin - Die FDP hat im Streit um das Betreuungsgeld eine eigene Alternative vorgeschlagen. Dazu würde gehören, dass in Zukunft auf die Leistung verzichtet wird. Was den Eltern stattdessen helfen soll:

Die FDP hat im Streit um das Betreuungsgeld vorgeschlagen, auf die Leistung zu verzichten und stattdessen den Unterhaltsvorschuss aufzustocken. Das schrieb die Vorsitzende des Bundestags-Familienausschusses, Sibylle Laurischk (FDP), nach Informationen der Berliner Zeitungf in einem Brief an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss solle auf Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ausgedehnt werden.

Die FDP fordert nun, auf das von Schröder angekündigte Betreuungsgeld zu verzichten und die freiwerdenden Mittel zur Aufstockung des Unterhaltsvorschusses zu nutzen. “Wir können es nicht hinnehmen, dass ein Betreuungsgeld angekündigt wird, ohne dass die Finanzierung bereits geklärt wäre, beim Unterhaltsvorschuss aber nicht einmal der Versuch unternommen wird, eine Verbesserung zu erreichen“, schrieb Laurischk.

Bislang gilt der Anspruch nur bis zum 12. Lebensjahr, wenn die Eltern sich getrennt haben und ein Elternteil keinen oder nur unregelmäßig Unterhalt zahlt. Union und FDP hatten sich im Koalitionsvertrag auf eine Anhebung der Altersgrenze geeinigt. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll allerdings wegen der angespannten Haushaltslage vorerst nicht weiter verfolgt werden.

dpa

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