Schlimme Lage

Kommentar: Pflege in der Krise

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Peter Schulte-Holtey.

Die einschneidenden Konsequenzen des demografischen Wandels für den letzten Lebensabschnitt vieler Menschen nehmen viele offenbar noch nicht hinreichend zur Kenntnis. Von Peter Schulte-Holtey

In weiten Teilen Deutschlands kostet ein Heimplatz mehr als Senioren sich leisten können. Der älteren Generation drohen unwürdige Lebensumstände, wenn Fachkräfte fehlen. Pflegende Angehörige werden sich noch mehr als heute zwischen Beruf und Familie aufreiben, weil ambulante Dienste nicht im notwendigen Umfang zur Verfügung stehen.

Informationen sind also wichtiger denn je. Die nächste geplante Reform könnte tatsächlich viel bewegen. Nach dem Willen der Regierungskoalition sollen die Kommunen künftig die Beratung von Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen und deren pflegenden Angehörigen federführend steuern. Zunächst soll in 60 Modellkommunen fünf Jahre lang erprobt werden, ob die Beratung für Pflegebedürftige besser wird, wenn Angebote von Pflegekassen, Selbsthilfeeinrichtungen oder Mehrgenerationenhäusern eng miteinander vernetzt werden und die Beratung von den Kommunen erbracht wird.

Viele haben aber Probleme damit, eine solche Hilfe anzunehmen. Auch wenn durchaus das Geld dafür vorhanden wäre, nutzen viele diese Dienstleistungen nicht. Sie wollen es alleine schaffen – und überfordern sich. Die Aufklärungsarbeit hat erst begonnen.

Erster Eindruck zählt - Das richtige Pflegeheim finden

Quelle: op-online.de

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