Täuschung bei Lebensmitteln

Kommentar: Ehrlichkeit Fehlanzeige

An schlechten Nachrichten aus dem Supermarkt besteht ja seit langem kein Mangel. Fast Woche für Woche belegen Verbraucherschützer, dass Kunden von Lebensmittel-Herstellern über den Tisch gezogen bzw. ungenügend über Inhaltsstoffe aufgeklärt werden. Von Peter Schulte-Holtey

Gerade haben wir die Nachricht verdaut, dass immer mehr Anbieter bei ihren Produkten an den Originalzutaten sparen und stattdessen billigere Ersatzstoffe verwenden; schon nährt die nächste Untersuchung Zweifel an vielen Firmen.

Auch die Täuschung auf Lebensmittelverpackungen ist nach Einschätzung von Verbraucherschützern in Deutschland – trotz einiger positiver Entwicklungen – noch immer an der Tagesordnung. Vor allem Zutatenversprechen werden häufig nicht eingelöst. Getrickst wird zum Beispiel mit Kennzeichnungen wie „frisch verpackt“, „traditionelle Rezeptur“, „Wundermittel für die Schönheit“. Die gestern vom Bundesverband der Verbraucherzentralen vorgestellte Untersuchung zeigt, dass uns Konsumenten das Dauerärgernis erhalten bleibt. Und der Eindruck bestätigt sich erneut: Im Massengeschäft mit Nahrungsmitteln lohnt sich Trug wohl immer noch mehr als Transparenz und Wahrheit.

Dabei ist doch klar, dass die Hauptverantwortung für sichere Lebensmittel und genauere Angaben auf den Etiketten bei den Firmen liegt. Sie sind gefordert, das Vertrauen der Konsumenten nicht leichtfertig zu verspielen. Doch auch der Verbraucher können etwas tun, wenn er sich beispielsweise über Mängel beschweren. Über das Portal www.lebensmittelklarheit.de können sich Kunden mit Beschwerden über täuschende Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln an Experten der Verbraucherzentrale wenden, die sich dann mit den Herstellern in Verbindung setzen.

Es bleibt dabei: Was drauf steht, muss drin sein und was drin ist, muss drauf stehen. Ganz klar!

Gift im Spielzeug: Diese Produkte sind gefährlich

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare