Hessenderby in Darmstadt

Polizei zufrieden, Eintracht über Pyro-Attacke verärgert

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Aus dem Darmstädter Block werden mehrere Raketen auf Eintracht-Fans abgeschossen.

Darmstadt - Das als Risikospiel eingestufte Hessen-Derby zwischen Eintracht Frankfurt und Darmstadt ist nach Einschätzung der Polizei weitgehend ruhig verlaufen, auch wenn im Stadion Feuerwerkskörper verschossen wurden.

Zwar wurden am Samstag drei Fans vorübergehend festgenommen und 14 Eintracht-Anhängern ein Platzverweis erteilt, die Einsatzleitung der Polizei Südhessen zog aber eine positive Bilanz: "Es war ein normales Fußballspiel, wie es sein sollte", sagte Polizeiführer Thomas Seidel. Der Polizeiführer der Bundespolizei, Jürgen Geißler, sagte: "Es ist alles bestens gelaufen." Die Frankfurter Polizei war auch zufrieden: "Es ist ruhig geblieben. Mir sind keine Zwischenfälle bekannt", sagte ein Sprecher am Sonntag.

Zwei Fans - einer von jedem Verein - wurden festgenommen, weil sie während des Marschs zum Stadion Pyrotechnik gezündet hatten. Ein dritter Mann wurde mit Drogen bei der Einlasskontrolle überführt. Die Polizei erteilte Platzverweise, weil Eintracht-Anhänger Fansymbole der Darmstädter mit eigenen überklebt hatten.

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Bei einem Mann wurde ein Baseballschläger sichergestellt, bei einem anderen Vermummungsgegenstände. Während des Spiels wurde im Block der Darmstädter vereinzelt Pyrotechnik gezündet, außerdem schossen Lilien-Fans insgesamt drei Raketen auf Frankfurter Zuschauer. Vor Beginn und nach dem Spiel provozierten Fans aus der Nordkurve die Eintracht-Fans. Dabei setzte die Polizei auch Pfefferspray ein.

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Bei der Eintracht sorgte vor allem die Pyro-Attacke auf Frankfurter Anhänger für Ärger: "Das ist natürlich eine Saat, die jetzt gelegt ist. Erst das Leuchtspurgeschoss vor dem Spiel in unseren Block, dann die zwei nach dem Tor. Für das Rückspiel schwant mir nichts Gutes", sagte Axel Hellmann. Die Frankfurter Sorge: Revancheaktionen der eigenen Fans im Februar könnten der wegen Fanrandale vorbestraften Eintracht noch mehr Ärger einbringen.

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Immerhin wurden die Darmstädter Übeltäter schnell identifiziert. "Die werden keinen Spaß haben. Wir werden sie mit allen rechtlichen Möglichkeiten verfolgen", verkündete Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch und distanzierte sich von den Randalierern: "Ich verstehe nicht, wie man den Fußball so missbrauchen kann. Dafür habe ich null Verständnis."

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Quelle: op-online.de

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