Frankfurt ‐ Ein halbes Jahr Michael Skibbe: Hat der neue Trainer der Frankfurter Eintracht die Erwartungen erfüllt? Der Vergleich zwischen den von Skibbe vor Beginn seiner Arbeit formulierten Ansprüchen und der Wirklichkeit. Von Peppi Schmitt

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Michael Skibbe kann zufrieden sein.
Das ist nur in ganz wenigen Spielen gelungen. Vom angekündigten „Pressing“ ist nicht viel zu sehen. Nur drei Heimsiege hat die Eintracht geschafft. Doch spieltechnisch hat sich die Eintracht zweifellos verbessert. Auch ein Verdienst der von Skibbe geholten Pirmin Schwegler und Selim Teber, die mehr (Schwegler) oder weniger (Teber) zu einem ansehnlicheren Spiel beitragen.
Die Eintracht ist mit Skibbe auf einem guten Weg. Sie ist „nur“ Zehnter nach der besten Hinrunde seit 16 Jahren, aber gleichauf mit dem Deutschen Meister Wolfsburg, nur einen Punkt hinter Hoffenheim, nur vier Punkte hinter Bremen. Die Eintracht hat die Saison stark begonnen, dann stark nachgelassen. Die Niederlagen gegen Bayern (0:4 im Pokal), Stuttgart (0:3) und Leverkusen (0:4) erinnerten an die letzte Spielzeit. Doch Mannschaft und Trainer haben die richtigen Antworten zum Ende der Hinrunde gefunden. Der Abstand zur Abstiegszone ist groß, Perspektiven nach oben sind vorhanden, die Kluft ist kleiner geworden.
Sebastian Jung, der talentierteste unter den jungen Spielern, hat sicher einen anderen Eindruck. Nur einmal war der U 20-Nationalspieler von Beginn an dabei, enttäuschend. Marcel Titsch-Rivero durfte ein paar Minuten spielen, mehr Jugend hat der neue Trainer nicht ins Team gebracht.
Michael Skibbe hat einige Dinge umgesetzt, andere nicht. Er ist kein Leisetreter, keiner, der sich den Mund verbieten lässt. Und er bietet auch dem mächtigen Heribert Bruchhagen die Stirn. Michael Skibbe ist auf dem richtigen Weg noch nicht ganz so weit vorangekommen wie er es selbst gerne hätte und wie es gut für die Eintracht wäre. In der Schule gäbe es womöglich die Note „3+“. Das ist befriedigend, aber es kann noch besser werden.
Quelle: op-online.de
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