Den Kürzeren im Titelrennen zog die SG Rot-Weiß Babenhausen, die in der vergangenen Runde aus der Oberliga abstieg und damit das Saisonziel „direkter Wiederaufstieg“ verfehlte. Alle Erwartungen übertroffen hat die zweite Mannschaft der HSG Nieder-Roden: Das junge Team um Spielertrainer Andreas Knaf wollte möglichst früh den Klassenerhalt sichern, rangierte dann aber bis zum letzten Spieltag auf Platz drei.
HSG Hanau feiert nach Kantersieg Aufstieg in die Oberliga
SG Rot-Weiß Babenhausen
Saisonziel verfehlt: Das Ziel war hoch gesteckt – Christian Seliger sollte und wollte mit seiner Mannschaft den direkten Wiederaufstieg realisieren. Am Ende belegten die „Löwen“ mit 41:11 Punkten Rang zwei. Allein in den letzten drei Spielen kassierten sie fünf Minuspunkte. „Wir gehen trotzdem erhobenen Hauptes aus der Saison“, sagt der Trainer. „Wir haben der einen oder anderen Mannschaft das Fürchten gelehrt.“ Seliger spielt auf den 53:29-Kantersieg gegen die TuS Griesheim und das 57:34 gegen Erbach an. „In den wichtigen Spielen haben wir allerdings nicht die nötige Leistung gebracht. Hanau ist verdient Meister geworden.“ Die Knackpunkte: Anfangs führte Babenhausen die Tabelle an, unterlag dann aber gegen Hanau. „Das war zu einem Zeitpunkt, als sich die Hanauer noch nicht gefunden hatten. Hätten wir gewonnen, wären wir verlustpunktfrei geblieben und die Hanauer hätten mit sechs Minuspunkten sicher eine andere Motivation an den Tag gelegt.“ Als zweiten Aspekt nennt Seliger die Abwehr: „Vor allem in der Rückrunde hatten wir über weite Teile einen gebremsten Trainingsalltag, konnten im Abschlussspiel oft nicht sechs gegen sechs spielen, weil zu viele Spieler verletzt waren“, erklärt er. „Wir müssen schauen, dass wir nächste Runde breiter aufgestellt sind.“
HSG Nieder-Roden II
Saisonziel übertroffen: Bis zum letzten Spieltag hatte die HSG Nieder-Roden II den dritten Platz inne, verlor dann aber das direkte Duell gegen den TV Fränkisch-Crumbach, der die HSG auf Platz vier (29:23 Punkte) verdrängte. „Am Ende hat die Kraft gefehlt, da hat es gar keinen Sinn gehabt, sauer zu sein“, erklärt Andreas Knaf, der die junge HSG-Reserve als Spielertrainer durch die Saison leitete. „Klar, wir wären gerne Dritter geworden. Aber unser Ziel war es, nicht abzusteigen.“ Das hat die HSG geschafft und dabei einige Teams hinter sich gelassen, die mit größeren Zielen in die Runde startete. „Wenn man sieht, dass Modau absteigt – das ist ein Team, das starke Einzelspieler hat, aber eben unten rein gerutscht ist.“ Das geschah der HSG trotz großer Verletzungssorgen nicht.











































