Und tatsächlich spielte Fetsch bereits wenige Wochen später mit Eintracht Braunschweig in der 2. Liga. Weil er dort in der abgelaufenen Saison aber nur 15 Mal zum Einsatz kam (zehnmal ein-, dreimal ausgewechselt), ging er zurück in die 3. Liga – zu den Offenbacher Kickers. Um neu Anlauf zu nehmen.
„Offenbach gehört – wie Braunschweig – in die 2. Bundesliga“, meint Fetsch, der ohnehin viele Parallelen zwischen seinem Ex-Verein und seinem neuen Klub sieht. „Beide haben schon höher gespielt und hatten in der Vergangenheit große Erfolge. Ich musste daher nicht lange überlegen. Und die Verantwortlichen der Kickers mussten nicht viel sagen. Wer sich im Fußball auskennt, weiß genau, wer Kickers Offenbach ist und wieviel Tradition in diesem Verein steckt.“
Fetschs Talent hatte man einst auch beim DFB erkannt. Fünfmal kam er zwischen 2006 und 2008 in den Junioren-Auswahlen zum Einsatz, unter anderem an der Seite von Mesut Özil, der inzwischen Nationalspieler ist und beim spanischen Spitzenklub Real Madrid spielt. Fetsch dagegen kam bislang nicht über die 2. Liga hinaus und war dort bei seinen 17 Einsätzen für Eintracht Braunschweig (15) und 1860 München (2) zumeist nur Joker. In Offenbach will er nun „Stammspieler werden, sonst hätte ich nicht zum OFC gehen brauchen“, stellt Fetsch klar.
Er sei kein Angreifer, der sich größtenteils im Strafraum aufhält, sagt er. „Ich komme gerne entgegen, lasse den Ball für die nachrückenden Spieler prallen.“ Schnelligkeit gehört ebenfalls zu seinen Eigenschaften. „Er hat gute Anlagen, kann uns sicher weiterhelfen und ist ein super Junge“, meint Berndroth. Und wie man es schafft, von der 3. in die 2. Liga aufzusteigen, weiß Fetsch auch.






