OFC-Zugang Mathias Fetsch kickte mit Mesut Özil

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    • 19.06.12
    • Kickers Offenbach
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Einst Seite an Seite mit Mesut Özil

Offenbach- Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Mathias Fetsch auf seiner Internetseite als einen der „möglichen Stars von morgen“ vorstellte. In der Rubrik geht es um Drittligaspieler, die für „noch höhere Aufgaben“ infrage kommen. Von Christian Düncher

Dreikampf im Trainingsspiel, von links: OFC-Zugang Mathias Fetsch, André Hahn und Marcel Stadel.

© Roskaritz

Dreikampf im Trainingsspiel, von links: OFC-Zugang Mathias Fetsch, André Hahn und Marcel Stadel.

Und tatsächlich spielte Fetsch bereits wenige Wochen später mit Eintracht Braunschweig in der 2. Liga. Weil er dort in der abgelaufenen Saison aber nur 15 Mal zum Einsatz kam (zehnmal ein-, dreimal ausgewechselt), ging er zurück in die 3. Liga – zu den Offenbacher Kickers. Um neu Anlauf zu nehmen.

„Offenbach gehört – wie Braunschweig – in die 2. Bundesliga“, meint Fetsch, der ohnehin viele Parallelen zwischen seinem Ex-Verein und seinem neuen Klub sieht. „Beide haben schon höher gespielt und hatten in der Vergangenheit große Erfolge. Ich musste daher nicht lange überlegen. Und die Verantwortlichen der Kickers mussten nicht viel sagen. Wer sich im Fußball auskennt, weiß genau, wer Kickers Offenbach ist und wieviel Tradition in diesem Verein steckt.“

Fetschs Talent hatte man einst auch beim DFB erkannt

Angefragt hatten die Kickers laut Fetsch „bereits zwei, drei Wochen vor dem Ende der vergangenen Saison“. Und zwar nachdem deren Sportkoordinator Ramon Berndroth den 1,89 Meter großen Angreifer sogar beim Training in Braunschweig beobachtet hatte. Der kannte den Stürmer zwar bereits aus dessen Zeit bei der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC (2006 – 2008), „das war aber zu lange her“. Der Eindruck, den Berndroth beim Training von Fetsch bekam, bestätigte die Verantwortlichen des OFC in ihrem Entschluss, den 23-Jährigen verpflichten zu wollen. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Fetsch bei seinen 15 Einsätzen in der vergangenen Saison kein Tor erzielte und lediglich eins vorbereitete. In Dennis Kruppke und Dominick Kumbela (beide zehn Tore) habe er „starke Spieler vor sich gehabt“, weiß OFC-Trainer Arie van Lent. In der Saison davor sei er jedoch ein „wichtiger Spieler“ gewesen und habe mit seinen fünf Toren in 30 Spielen zum Aufstieg der Brauschweiger in die 2. Liga beigetragen.

Fetschs Talent hatte man einst auch beim DFB erkannt. Fünfmal kam er zwischen 2006 und 2008 in den Junioren-Auswahlen zum Einsatz, unter anderem an der Seite von Mesut Özil, der inzwischen Nationalspieler ist und beim spanischen Spitzenklub Real Madrid spielt. Fetsch dagegen kam bislang nicht über die 2. Liga hinaus und war dort bei seinen 17 Einsätzen für Eintracht Braunschweig (15) und 1860 München (2) zumeist nur Joker. In Offenbach will er nun „Stammspieler werden, sonst hätte ich nicht zum OFC gehen brauchen“, stellt Fetsch klar.

Er sei kein Angreifer, der sich größtenteils im Strafraum aufhält, sagt er. „Ich komme gerne entgegen, lasse den Ball für die nachrückenden Spieler prallen.“ Schnelligkeit gehört ebenfalls zu seinen Eigenschaften. „Er hat gute Anlagen, kann uns sicher weiterhelfen und ist ein super Junge“, meint Berndroth. Und wie man es schafft, von der 3. in die 2. Liga aufzusteigen, weiß Fetsch auch.

Quelle: op-online.de

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