Al-Kaida-Vize sagt Sieg in Afghanistan voraus

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Videobotschaft von Eiman al-Sawahiri (Archivbild). Er gilt als Stellvertreter von Osama bin Laden.

Kairo - Der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzwerks Al-Kaida, Eiman al-Sawahiri, hat den Sieg der “Gotteskrieger“ in Afghanistan vorausgesagt.

Die Gegenwehr in der Provinz Helmand und die jüngsten Anschläge in Kabul hätten gezeigt, dass die Taliban und ihre Verbündeten noch handlungsfähig seien. Daran habe auch die Festnahme von Mullah Abdul Ghani Baradar nichts geändert, sagte der Ägypter in einer Audio-Botschaft, die am Montag von Islamisten- Websites veröffentlicht wurde. Baradar, der zu den Gründungsmitgliedern der Taliban-Bewegung zählt, war im vergangenen Februar in Pakistan festgenommen worden.

Das sind die Taliban

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Al-Sawahiri warf den arabischen Herrschern vor, sie hätten vor Israel “kapituliert“. Der Ägypter sagte, die Entscheidungen des Gipfels der Arabischen Liga in Libyen im vergangenen März seien ohne jede Substanz gewesen. Die ägyptische Führung habe zudem mit dem Bau einer unterirdischen Sperranlage an der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen “Schande über das ägyptische Volk gebracht“.

Al-Sawahiri, der als Stellvertreter von Osama bin Laden gilt, kritisierte außerdem die positiven Äußerungen arabischer Kommentatoren über US-Präsident Barack Obama. Der US-Präsident habe nur leere Versprechungen abgegeben, aber nichts getan, um die Lage der Palästinenser zu verbessern.

dpa

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