Komplexe Mission

Indische Trägerrakete erreicht zwei Umlaufbahnen

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Raketenstart im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Foto: dpa

Indiens Weltraumbehörde hat es geschafft, innerhalb einer Mission verschiedene Satelliten in zwei Umlaufbahnen zu platzieren. Damit festigt das Land seinen guten Ruf in der Branche.

Neu Delhi (dpa) - Die indische Weltraumbehörde ISRO hat eine der komplexesten Satellitenmissionen in ihrer Geschichte abgeschlossen. Die Trägerrakete PSLV platzierte erfolgreich acht verschiedene Satelliten in zwei erdnahen Umlaufbahnen.

Die Mission war mit zwei Stunden und 15 Minuten Dauer zudem die längste einer indischen Trägerrakete vom Typ PSLV. "Die Mission hebt Indien in die exklusive Liga der Staaten, die zwei verschiedene Orbits in einer einzigen Mission erreichen können", sagte ISRO-Chef A. S. Kiran Kumar im Fernsehsender NDTV.

Üblicherweise operieren Trägerraketen bei vergleichbaren Missionen nur in einer einzigen Umlaufbahn. Zu den Raketen, die bereits in zwei Umlaufbahnen operiert haben, gehört auch die europäische Vega, die kleine Schwester der bekannten Ariane-Rakete.

Mit seiner Trägerrakete PSLV hat Indien sich in den vergangenen Jahren den Ruf eines zuverlässigen Dienstleisters für Starts kleinerer Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen erarbeitet. Dabei wird auch ausländische Ladung gegen Bezahlung ins All gebracht. Erst im Juni etwa war der deutsche Kleinsatellit BIROS an Bord einer PSLV. Er soll unter anderem Waldbrände aufspüren.

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