Navi-Irrtum: Auto steckt in Gasse fest

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Da geht nichts mehr: Der Mercedes-Kombi des Touristen steckte in einer Seitengasse fest. Der Pannendienst musste den Wagen rausziehen.

Villach - Das war ganz schön eng: Weil er seinem Navi vertraute, blieb ein Bayer mit seinem Auto in Villach in einer Gasse stecken. Am Ende landete er im Krankenhaus statt im Hotel.

Das Auto des Deutschen ließ sich keinen Zentimeter mehr bewegen. Der Pannendienst musste den Wagen rausziehen.

Dass man seinem Navi nicht einfach blind vertrauen sollte, erleben Autofahrer immer wieder. Manche Geräte geben auf der Autobahn den Rat zu wenden. Andere lotsen einen auf Straßen, die es gar nicht gibt. Und wieder andere errechnen Wege, die nicht für Autos gedacht sind.

Genau das ist einem Tourist aus dem Bayrischen Wald passiert. Wie oe24.at berichtet, wollte der 68-Jährige im österreichischen Villach einen Zwischenstopp auf seiner Reise nach Pula in Kroatien einlegen. Auf der Suche nach dem Hotel am Villacher Hauptplatz gab ihm sein Navi den Tipp, durch die kleine Seitengasse zu fahren. Die ist aber eine Fußgängerzone und viel zu schmal für den dicken Mercedes-Kombi des Touristen.

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Es kam, wie's kommen musste: Der Wagen blieb stecken. Die Türen gingen nicht mehr auf, das Auto bewegte sich keinen Zentimeter mehr. Bizarr: Als es immer enger wurde, wollte der Autofahrer seinen Außenspiegel einklappen. Vielleicht glaubte er, sein Wagen würde dann doch noch durch die enge Gasse passen. Dabei quetschte er sich aber so böse den kleinen Finger, dass sogar ein Glied amputiert werden musste. So landete der Unglücksfahrer im Krankenhaus statt im Hotel.

Durch den Kofferraum musste der Fahrer sein Auto verlassen.

Zuvor musste er aber durch den Kofferraum aus seinem Auto klettern. Glück im Unglück: Polizei und Villacher Feuerwehr halfen dem Mann dabei. Der zeigte wenig später in einem Fernsehinterview mit dem ORF schon wieder Humor: "Als ich feststeckte, kam aus dem Navi-Gerät die Meldung: Sie haben ihr Ziel erreicht", erzählt er lachend.

Wie der Navi-Irrtum passieren konnte? Das Navi hatte die Route durch die schmale Gasse errechnet. Der 68-Jährige vertraute darauf, dass er dort ruhig fahren kann. Dabei ist er nicht der erste, der dort zwischen den Hausmauern klemmt. Die Adresse "Hauptplatz" kennen die Geräte zwar, wissen aber anscheinend nicht, dass man dort mit dem Auto nicht hinkommt. "Aber wer glaubt denn schon, dass ein Mann immer weiter fährt, auch wenn die Gasse enger wird?" zitiert oe24.at den Villacher Feuerwehr-Kommandanten Harry Geissler.

Erst im März erlebte ein Brummi-Fahrer in Landsberg eine ähnlich böse Überraschung. Er ignorierte einfach die Warnschilder, die ihn auf eine enge Durchfahrt hinwiesen, und vertraute stattdessen auf sein Navi. Prompt blieb der Mann mit seinem Lkw im Maltesertor stecken.

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