Afghanistan: Zahlreiche Tote bei Selbstmordanschlägen

+
Bei Selbstmordanschlägen kamen in Afghanistan am Montag mindestens elf Menschen ums Leben.

Kabul - Selbstmordattentäter haben in Afghanistan mindestens elf Menschen mit in den Tod gerissen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden bei einem Doppelanschlag in der südöstlichen Provinz Chost acht Zivilisten getötet und mehr als 50 weitere verletzt.

Zunächst sei vor einem Behördengebäude in der Stadt Chost ein Sprengsatz explodiert. Als sich wenig später Sicherheitskräfte und Schaulustige am Anschlagsort eingefunden hätten, habe sich in der Menge ein Attentäter auf einem Motorrad in die Luft gesprengt.

Bei einem weiteren Selbstmordanschlag in der südlichen Provinz Kandahar wurden drei afghanische Soldaten getötet und fünf Menschen verletzt, als ein Attentäter der radikal-islamischen Taliban sein mit Sprengstoff beladenes Motorrad neben einem Armeekonvoi zündete. Der Süden und Osten Afghanistans gelten als Hochburgen der Extremisten. Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF erschossen in Chost zudem einen Zivilisten.

Nach ISAF-Angaben vom Montag feuerten die Einsatzkräfte auf ein Auto, das trotz Warnungen an eine Straßensperre nicht angehalten hatte. Dabei sei ein Insasse getötet worden. Die NATO-geführte ISAF bedauerte den Vorfall und kündigte eine Untersuchung an.

Erst am Wochenende waren drei Zivilisten ums Leben gekommen, nachdem sie bei einem Gefecht zwischen Soldaten und Taliban ins Kreuzfeuer geraten waren. Zivile Opfer im Kampf gegen Aufständische sorgen immer wieder für massiven Unmut in der afghanischen Bevölkerung.

Der neue Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan , US-General Stanley McChrystal , hat der afghanischen Regierung verstärkte Anstrengungen zur Vermeidung ziviler Opfer bei Militäraktionen zugesichert.

dpa

Kommentare