Schauspieler mit Selbstzweifeln

Brosnan: "Als Bond war ich nie genug"

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Viermal war sein Name Bond, James Bond: Pierce Brosnan (60).

London - Als Pierce Brosnan die Rolle des James Bond annahm, hatte er Zweifel, ob er dem Mythos gerecht werden könnte. Rückblickend äußert er sich sehr selbstkritisch.

Eine der größten Kino-Ikonen darzustellen, ist keine leichte Aufgabe, erst recht nicht, wenn man in die Fußstapfen von Sean Connery und Roger Moore tritt. Das musste Pierce Brosnan feststellen, der zwischen 1995 und 2002 viermal als 007-Agent auf der Leinwand die Bösen bekämpfte. Rückblickend stellt er sich und den Filmen kein sehr gutes Zeugnis aus: Seine Doppelnull war eine ziemliche Nullnummer, ist der irische Schauspieler überzeugt

In einem Interview mit dem "Telegraph" erklärte der mittlerweile 60-Jährige: "Ich fühlte mich wie in einer Zeitschleife zwischen Roger und Sean." Der ehemalige Spion im Dienste Ihrer Majestät tat sich auch mit den Drehbüchern schwer: "Die Gewaltdarstellung war nie real, die rohe Kraft, die den Mann auszeichnet, war in meinen Filmen nie greifbar." Sein Bond sei sehr zahm gewesen, so der Mime. "Es war alles reine Oberfläche. Das könnte aber auch etwas damit zu tun haben, dass ich sehr unsicher war, wie ich ihn spielen soll."

Nur zu gerne würden seine drei Söhne einen Bond-DVD-Abend mit ihrem Vater machen. Doch bei dem Gedanken, seine Agenten-Rolle noch einmal anzuschauen, schaudert es Brosnan. "Es ist ein furchtbares Gefühl, denn ich denke, ich war nie gut genug."

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Allzu hart sollte Brosnan aber nicht zu sich selbst sein: Obwohl seine Darstellung des Mannes mit der Lizenz zum Töten die Bond-Fans damals ebenfalls spaltete, wurde "Stirb an einem anderen Tag" aus dem Jahr 2002 mit etwa 430 Millionen Dollar Einnahmen weltweit zum bis dahin erfolgreichsten Film der Reihe.

hn

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