"Ernste Bedrohung"

Wildtierhandel: Charles und William warnen

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Der britische Thronfolger Prinz Charles und sein Sohn Prinz William haben dem illegalen Wildtierhandel den Kampf angesagt.

London - Die Windsors schießen zum Vergnügen Fasane, doch das hindert Prinz Charles und seinen Sohn William nicht daran, sich gegen Elefantenjagd und Wildtierhandel auszusprechen.

Prinz William (31) und sein Vater Prinz Charles (65) haben am Sonntag in einer gemeinsamen Videobotschaft zum Kampf gegen Jagdwilderei und illegalen Handel mit Tieren aufgerufen. In dem neun Minuten langen Video weisen die beiden Royals auf die Grausamkeiten hin, mit denen Wilderer in Afrika und Asien täglich 100 Elefanten töteten, um Elfenbein für den Schwarzhandel zu gewinnen.

In ihrer britischen Heimat ernteten die beiden auch Kritik für ihren Auftritt, der den Auftakt zu einer Woche des Artenschutzes bildete, mit einer internationalen Artenschutzkonferenz als Höhepunkt. Prinz William hatte noch am Tag vor seinem Aufruf an einer Hirsch- und Wildschweinjagd in Spanien teilgenommen. Über Weihnachten schießen die Windsors traditionell zum Vergnügen Fasane auf ihrem Landsitz Sandringham.

Charles und William gehen auch auf die negative Wirkung des Schwarzmarktes auf die Volkswirtschaften von Entwicklungsländern ein. Die Produkte werden vor allem in Asien und in der arabischen Welt verkauft.

„Als Vater und Sohn haben wir uns zusammengefunden, unsere Stimme zu erheben, um den wachsenden internationalen Kampf gegen illegalen Handel mit Wildtieren zu unterstützen“, sagt Charles in dem Video. William fügte an: „Wir sind beide optimistisch, dass die Welle umgekehrt werden kann.“ Am Ende des Videos sprechen beide den Satz „Gemeinsam für die wilden Tiere“ in mehreren Sprachen, darunter Arabisch, Vietnamesisch und Mandarin.

dpa

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