Darum musste "Titanic"-Song heimlich geschrieben werden

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Der zweifache Oscar-Gewinner James Horner

Frankfurt - Einer der größten Filmmusikhits aller Zeiten ist heimlich entstanden. Hollywood-Komponist James Horner erklärt, warum Regisseur James Cameron bis zum Schluss nichts von dem Song "My Heart Will Go On" wissen durfte.

Hollywood-Komponist James Horner berichtete der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt, dass er den “Titanic“-Schlusssong “My Heart Will Go On“ gegen den Willen des Regisseurs James Cameron schrieb und mit Céline Dion aufnahm. “Ich habe James nichts davon erzählt. Er war absolut dagegen, einen Song zu verwenden. Er hasste diese Idee und machte klar, dass in seinen Filmen kein verdammter Song vorkommen würde“, erzählte Horner.

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Seine Idee zum Song sei aus einer Not heraus entstanden: “Ich hatte die Musik für fast den kompletten Film im Jahr 1997 fertig komponiert, nur der Schluss fehlte noch. Für dieses magische Ende sah ich mich nicht in der Lage, weitere Orchestermusik zu schreiben. Ich musste etwas anderes, Direkteres finden.“ Zunächst habe er sich nicht getraut, dem Regisseur das Ergebnis vorzustellen: “Das Demotape trug ich für Wochen mit mir herum, um den richtigen Moment abzupassen, es ihm vorzuspielen.“

Obwohl Cameron der Song auf Anhieb gefallen habe, habe er zunächst noch gezögert, erinnerte sich Horner: “Er präsentierte eine Testversion des Films mit dem Song in New York und das Publikum brach in Tränen aus. Da sagte er, Okay, wir machen es.“

dpa

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