Gnadenfrist für Rapstar Lil Wayne

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Rapstar Lil Wayne muss sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes vor Gericht verantworten.

New York - Zahnschmerzen verschaffen dem Rapstar Lil Wayne eine Gnadenfrist in seinem Prozess wegen unerlaubten Waffenbesitzes. In seinem Tourbus fand die Polizei eine geladene Pistole.

Wegen einer dringenden Zahnbehandlung von US-Rapper Lil Wayne fällt das Urteil in seinem Prozess wegen unerlaubten Waffenbesitzes erst am 2. März. Ursprünglich sollte es am Dienstag verkündet werden. Ein vorab ausgehandelter Vergleich sieht eine einjährige Haft vor, bei guter Führung könnte das Strafmaß auf acht Monate verkürzt werden.

Polizeifotos von US-Stars

Polizeifotos von US-Stars

Der 27-Jährige hatte zu Prozessbeginn im Oktober zugegeben, 2007 in seinem Tourbus eine geladene halbautomatische Waffe mitgeführt zu haben. Die Polizei hatte den Bus nach einem Konzert in Manhattan durchsucht.

Seine Anwältin sagte am Dienstag in New York, Lil Wayne habe die Zahnbehandlung eigentlich bis zur Urteilsverkündung hinter sich bringen wollen, doch sei sein Zahnarzt außer Landes gewesen. Staatsanwältin Joan Illuzzi-Orbon erklärte sich nach Rücksprache mit dem Zahnarzt mit der Verschiebung einverstanden. In einem Fernsehinterview hat der Rap-Star einmal erklärt, seine mit Edelsteinen besetzten Zähne hätten ihn 150.000 Dollar (110.000 Euro) gekostet.

Lil Wayne, mit richtigem Namen Dwayne Carter, wurde im vergangenen Jahr mit einem Grammy ausgezeichnet. Von seinem Album “Tha Carter III“ wurden 2008 insgesamt 2,8 Millionen Exemplare verkauft, mehr als von jedem anderen Album in den USA. Zuletzt hatte er bei der Verleihung der Grammys am 31. Januar einen großen Auftritt. Zwei Tage später erschien in den USA sein jüngstes Album “Rebirth“, es stand in der vergangenen Woche an der Spitze der Verkaufscharts bei iTunes.

dapd

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